Archive for Januar, 2013

Soliabend

Donnerstag, Januar 24th, 2013

Freitag, den 25.1. ab 20.00 Uhr
in der Meuterei, Reichenberger 58.

Solicockails für die association ★ 14a

Liebe Freundinnen und Freunde,

die Mietzahlungen sitzen uns im Nacken. Deswegen, und natürlich weil wir uns darauf freuen, einen netten Abend mit euch zu verbringen, laden wir zum Solitresen. Für feste und flüssige Gaumenreize ist gesorgt.

Kommt zahlreich und durstig.

Gerne lassen wir uns am Tresen von euch in Gespräche darüber verwickeln, was bei uns nach längeren Diskussionen und Umstrukturierungen so los ist und wie wir uns die Zukunft des Ladens vorstellen.

Bis dann

SUBVERSION & ABGRUND

Montag, Januar 21st, 2013

am Freitag, 25.01.2013 um 19 Uhr
im Spor Klübü
Freienwalder Str. 31, 13359 Berlin-Wedding

Ausstellungseröffnung

Eine Ausstellung der Künstlergruppe BEWEGUNG NURR (Alekos Hofstetter/ Christian Steuer/ Florian Göpfert) mit Werken und Beiträgen von:

Boris Abel, Michelle Alperin, bankleer, Rainer Bellenbaum, Tina Born, Lukas Feireiss, Peter Funken & Andreas A. Koch, Jörn Gerstenberg, Frauke Hehl, R.J.Kirsch Andreas Koch (mit A. Schimanski und A. Middendorf), Ins A Kromminga, Käthe Kruse, Esther Horn, Joe Neave, Jens Meinrenken, Robert Sokol, Sabeth Buchmann, Tanja Vonseelen, Christine Weber und Daniel H. Wild.

Es gibt im heutigen System keine echte Subversion. Im Gegenteil: jegliche Form der Subversion wird vereinnahmt (neudeutsch: kooptiert) und ihrer Kraft enthebelt. Dies gilt insbesondere für die Ansprüche der Kunst. Daß man deshalb durch Unterwanderung nur bestätigt, ist daher völlig klar und keine besonders hilfreiche Beobachtung. Subversion ist dementsprechend kein positiver Begriff oder eine effektive Gegenbewegung, sondern eine naive und illusorische Erwartungshaltung, die wenig bewirken kann.
Ein interessanter Lösungsansatz für diese Unwirksamkeit von Subversion liegt daher in ihrem Gegenteil, nämlich in der Affirmation. Kann man ein System dadurch unterwandern, in dem man es völlig bestätigt? Ist die wahre Subversion nicht diejenige, die ein System ausdrücklich aufrecht erhält und es konsequent auf seine Spitze treibt? Es daher „aufhebt“ im doppelten Sinne? Diese Überlegung gibt dem Prinzip Subversion eine ironische Utopie zurück: nur durch eine vollendete Bestätigung kann das System seiner Macht beraubt werden, obschon auch diese Umkehrung genauso naiv wie der Glaube an eine subversive Kraft ist. Und dennoch persifliert dieser Glaube die Hoffnung auf eine Unterwanderung und gibt dadurch dem affirmativen Handeln im System eine Bedeutung zurück, die der Dekonstruktivismus uns ja allenthalben versprochen hatte, während er gleichzeitig auf einen alten Denkansatz im dialektischen Materialismus zurückgreift. (Wir warten allerdings immer noch auf die Erlösung.)
Wir sind also nach wie vor mit der Frage beschäftigt, was im Wirklichen den Platz für das Mögliche freihält. Es ist ein bekanntes Problem. Genauso könnte ja ein Spießer behaupten, er unterwandere den Kapitalismus von innen heraus, indem er subversiv Porsche fährt. Diese Eckpunkte weisen auf das hin, was die BEWEGUNG NURR uns ausrichten möchte: es sei Aberglaube, daß auch diejenigen, die es sich im System gemütlich gemacht haben, zu seinem Untergang beitragen werden. (Daniel H. Wild, 2013)

http://www.nurr.net/

Podiumsdiskussion zum Thema „Subversion und Kunst“
Samstag, 2.2.2013 um 19 Uhr
Teilnehmer: Julia Lazarus, Kerstin Karge, Jens Meinrenken, Andreas Koch, Moderation: Peter Funken

Live-Performance am Samstag, 2.2.2013 um 21 Uhr
BURQADIZCOMASCHINE
Chris Dreier, D. Holland-Moritz, Ursula Döbereiner
feat. Dancemaschines
http://www.myspace.com/burqamachines

Spor Klübü
Freienwalder Str.31
13359 Berlin
Öffnungszeiten: Samstag, 26.01. und Sonntag, 27.01.2013 von 14:00 -17:00
Vom 28.01. bis 02.02. nach Terminvereinbarung per Mail: moju@momagic.de