Stellungnahme zur drohenden Räumung der Friedel54

Der Kiezladen Friedel54 entstand Januar 2005 als „verlängertes Wohnzimmer“ und entwickelte sich zu einem Sozialen Zentrum in Nord-Neukölln. Unzählige Personen und Initiativen bauten über die Jahre den Laden zu dem auf, was er jetzt ist: eine soziale und kämpferische Infrastruktur für die Nutzer_innen und die Nachbarschaft im Kiez.

Für uns liegt die Notwendigkeit solcher Orte auf der Hand. Auch wenn soziale und politische Solidarität vor allem in den Alltagsrealitäten und -kämpfen wächst, bleiben diese doch zumeist exklusiv oder fragmentiert. Ein Mittel, dieser Isolierung entgegenzuwirken ist das Soziale Zentrum: In Zeiten sich verschärfender Konflikte braucht es kollektive Räume der Kritik, Analyse und Organisierung.

Die (angekündigte) Räumung des Ladens würde einen massiven Einschnitt in die widerständigen Prozesse in Nord-Neukölln bedeuten. Ob solche Strukturen durch die kapitalistische Logik, politische Repression oder wodurch auch immer angegriffen werden, ist für uns erst einmal nebensächlich, und höchstens eine Frage des taktischen Umgangs damit.

Gegen Staat, Nation & Kapital – Friedel54 verteidigen!

Viel Liebe, Kraft und Hoffnung wünschen wir insbesondere den kämpfenden Mieter_innen.

association 14a & Friends, April 2016

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