Gramsci

Beginn: So, 14.10.2018, 20 Uhr
Bildungskollektiv in der association ★ 14a

Hegemonie, Klasse, Subalterne, Ideologie, Kultur, Philosophie der Praxis?

Lesekreis zum Einstieg in Antonio Gramscis ‘Gefängnishefte’

Textgrundlage ist “Gramsci lesen – Einstiege in die Gefängnishefte” (2013, Argument Verlag). Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Die Treffen sind ohne Teamer_innen und wöchentlich geplant sowie auf eine Dauer von ca 2 Std. angelegt. Als Leserhythmus bietet sich an, ein Kapitel aus der Lektüre über einen Zeitraum von zwei Wochen zu bearbeiten. Grundsätzlich möchten wir den Lesekreis bis Ostern 2019 abschließen.

Ein erstes Vorbereitungs-, Einstiegs- und Kennenlerntreffen findet am Sonntag, den 14.10.2018 um 20 Uhr in der association ★ 14a / müßiggang statt. Die Leseabende beginnen dann voraussichtlich am 21.10.

Bei Interesse würden wir um eine kurze Rückmeldung unter grrr@association14a.org bitten.

[NACHTRAG]

Zwei Ergänzungen für Interessierte:

Erstens: Solltet ihr an diesem Gramsci-Lesekreis teilnehmen bzw. am kommenden Sonntag (14.10.) kommen wollen, so signalisiert das doch bitte mit einer kurzen Mail an grrr@association14a.org . Das würde uns nicht nur helfen, die Resonanz des Vorschlags einzuschätzen und das Treffen halbwegs vorzubereiten, sondern es auch ermöglichen, euch ggf. noch etwas zuzusenden. Solltet ihr am kommenden Sonntag verhindert sein, aber dennoch teilnehmen wollen, so können wir das per Mail oder persönlich besprechen.

Zweitens: Gramsci kann je nach Interpretation als einer der ‘Ahnherrn’ der sog. ‘Kulturlinken’ angesehen werden. In Perry Andersons Konstruktion eines ‘westlichen Marxismus’ fungiert er quasi als Scharnier zwischen einem klassischen Marxismus und einem westlichen Marxismus, der sich seit Ende der 1920erJahre in zunehmender Distanz von der Arbeiterschaft v.a. in Auseinandersetzung mit Fragen der Kultur und Philosophie entwickelt habe. Das verweist uns u.a. darauf, dass sich die Produktions- und Lebensweise v.a. auch in Europa und den USA seit der Jahrhundertwende tiefgreifend wandelte: Wir treffen hier auf eine neue, fordistische Produktionsweise (Fließbänder, REFA-Leute usw.), auf neue Wissenschaften und eine neue ‘Massen’-Kultur. Und einige Monate nach Friedrich Engels Tod im August 1895 stoßen wir auf die ersten kommerziellen Filmprojektionen in Berlin (11.1895) und v.a. Paris (12.1895), wo die Gebrüder Lumiere u.a. ‘Arbeiter verlassen die Fabrik‘ aufführten, einen Kurzfilm, der v.a. in England den frühen, populären Zyklus der ‘factory gate films’ anstieß.

Gramsci mag nun direkt wenig zu diesem Thema beizutragen haben, aber wir könnten, so Interesse besteht, in diese Richtung einige vertiefende etc. Ausflüge unternehmen.

 

 

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