Gramsci

Beginn: So, 14.10.2018, 20 Uhr
Bildungskollektiv in der association ★ 14a

Hegemonie, Klasse, Subalterne, Ideologie, Kultur, Philosophie der Praxis?

Lesekreis zum Einstieg in Antonio Gramscis ‘Gefängnishefte’

Textgrundlage ist “Gramsci lesen – Einstiege in die Gefängnishefte” (2013, Argument Verlag). Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Die Treffen sind ohne Teamer_innen und wöchentlich geplant sowie auf eine Dauer von ca 2 Std. angelegt. Als Leserhythmus bietet sich an, ein Kapitel aus der Lektüre über einen Zeitraum von zwei Wochen zu bearbeiten. Grundsätzlich möchten wir den Lesekreis bis Ostern 2019 abschließen.

Ein erstes Vorbereitungs-, Einstiegs- und Kennenlerntreffen findet am Sonntag, den 14.10.2018 um 20 Uhr in der association ★ 14a / müßiggang statt. Die Leseabende beginnen dann voraussichtlich am 21.10.

Bei Interesse würden wir um eine kurze Rückmeldung unter grrr@association14a.org bitten.

[NACHTRAG]

Zwei Ergänzungen für Interessierte:

Erstens: Solltet ihr an diesem Gramsci-Lesekreis teilnehmen bzw. am kommenden Sonntag (14.10.) kommen wollen, so signalisiert das doch bitte mit einer kurzen Mail an grrr@association14a.org . Das würde uns nicht nur helfen, die Resonanz des Vorschlags einzuschätzen und das Treffen halbwegs vorzubereiten, sondern es auch ermöglichen, euch ggf. noch etwas zuzusenden. Solltet ihr am kommenden Sonntag verhindert sein, aber dennoch teilnehmen wollen, so können wir das per Mail oder persönlich besprechen.

Zweitens: Gramsci kann je nach Interpretation als einer der ‘Ahnherrn’ der sog. ‘Kulturlinken’ angesehen werden. In Perry Andersons Konstruktion eines ‘westlichen Marxismus’ fungiert er quasi als Scharnier zwischen einem klassischen Marxismus und einem westlichen Marxismus, der sich seit Ende der 1920erJahre in zunehmender Distanz von der Arbeiterschaft v.a. in Auseinandersetzung mit Fragen der Kultur und Philosophie entwickelt habe. Das verweist uns u.a. darauf, dass sich die Produktions- und Lebensweise v.a. auch in Europa und den USA seit der Jahrhundertwende tiefgreifend wandelte: Wir treffen hier auf eine neue, fordistische Produktionsweise (Fließbänder, REFA-Leute usw.), auf neue Wissenschaften und eine neue ‘Massen’-Kultur. Und einige Monate nach Friedrich Engels Tod im August 1895 stoßen wir auf die ersten kommerziellen Filmprojektionen in Berlin (11.1895) und v.a. Paris (12.1895), wo die Gebrüder Lumiere u.a. ‘Arbeiter verlassen die Fabrik‘ aufführten, einen Kurzfilm, der v.a. in England den frühen, populären Zyklus der ‘factory gate films’ anstieß.

Gramsci mag nun direkt wenig zu diesem Thema beizutragen haben, aber wir könnten, so Interesse besteht, in diese Richtung einige vertiefende etc. Ausflüge unternehmen.

 

 

Neue Klassenpolitik

Immer Donnerstags um 20 Uhr
ab dem 10. Mai 2018

Neue Klassenpolitik – was ist das eigentlich?

Was ist daran neu, was alt? Und was heißt denn hier überhaupt Klasse? Geht es darum, ein revolutionäres Subjekt zu suchen, oder um die Revolutionierung der Subjektivität? Fragen über Fragen! Diesen soll in regelmäßigen und offenen Treffen nachgegangen und neue erarbeitet werden.

Wir sind eine Initiative aus dem Bildungskollektiv der association 14a und haben bewußt kein Programm für diesen Diskussionskreis erarbeitet. Dieses steht und fällt mit den Interessen, Bedürfnissen und Perspektiven der Teilnehmenden.

Diskussion mit Thomas Kuczynski

Im Rahmen des Grundrisse-Lesekreises
association ★ 14a
Beginn: Mi, 04.04.2018 19 Uhr

Offene Diskussion mit Thomas Kuczynski

Thomas Kuczynski ist Autor des 2017 im VSA Verlag erschienen Buches Karl Marx: Das Kapital Kritik der politischen Ökonomie, Erster Band Buch I: Der Produktionsprozess des Kapitals.

Mit ihm findet in den Räumen der association 14a eine Vorstellung der Entstehungsgeschichte seiner überarbeiteten und neu aufgelegten Ausgabe des Kapitals von Karl Marx statt.

Im offenen Gespräch werden wir uns mit ihm gemeinsam Fragen zu Krise, Kapital, Geld und möglichen Akkumulationszyklen nähern.

Lesekreis MEW 42 – Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie

Lesekreis des Bildungskollektivs in der association ★ 14a
Beginn: So, 04.02.2018, 17 Uhr

Textgrudlage ist “MEW 42”, Dietz Verlag, 1. Auflage 1983 (oder unveränderte Nachdrucke).

Die Treffen finden dann – ohne Teamer_innen – immer wöchentlich am Sonntag um 17 Uhr statt. Sie sind auf eine Dauer von ca 2 Std. angelegt.

Die Abschnitte werden selbständig gelesen und vorbereitet und dann Sonntags gemeinsam, nach einer rotierenden Einführung, diskutiert. Die ersten 4 Treffen befassen sich mit Vorwort und Einleitung, dienen dem weiteren Kennenlernen, sowie einer ersten Begriffs- und Methodenklärung. Währenddessen sollte es für Interessierte problemlos möglich sein, nachträglich in den Kreis einzusteigen.

Buchpremiere

mit dem Autor Reinhard Bernbeck
Fr, 19. Januar 2018, 20:00 Uhr

Materielle Spuren des nationalsozialististischen Terrors. Zu einer Archäologie der Zeitgeschichte

Am Nordrand des Tempelhofer Feldes stand das KZ Columbia, welches die Nazis 1938 für den Bau ihres megalomanen Flughafens abrissen. Später errichteten Rüstungsfirmen (u.a. Lufthansa) nahebei große Zwangsarbeitslager. Beide Orte wurden in den Jahren 2012 bis 2014 archäologisch erforscht. Das vorgstellte Buch gibt Einblick in die Ergebnisse dieser und anderer Ausgrabungen von Tatorten der Nazis. Es stellt zugleich die Frage, wie sich die bislang wenig beachtete Evidenz solcher Grabungen auf die Geschichtsschreibung auswirkt.

Reinhard Bernbeck lehrt an der Freien Universität Vorderasiatische Archäologie.

Buchpremiere

Di, 14. November 2017, 20:00 Uhr
Veranstalter: Berliner VVN-BdA

Das Sammellager in der Berliner Synagoge Levetzowstraße 1941/42

Eine Veranstaltung der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten im Rahmen der Gedenk-Demonstration zum 9. November in Moabit.

Die Berliner Gestapo richtete im Oktober 1941 in der damals zweitgrößten Synagoge Berlins das Sammellager Levetzowstraße ein. Es diente dem NS-Regime bis Herbst 1942 als temporärer Haftort zur Vorbereitung der Deportation von ca. 20 000 antisemitisch verfolgten Menschen in Ghettos und KZ. Die Studie schildert die Abläufe im Lager, die Leiden der Opfer, ihre Widerstandsstrategien, aber auch die Handlungsräume und Motivationen der Täter. Ein besonderes Augenmerk gilt der Beschreibung und Analyse der Wahrnehmbarkeit der Vorgänge um das Sammellager sowie der Rolle der Berliner Bevölkerung. Das Schlusskapitel befasst sich mit der Nachkriegsgeschichte des Ortes und der gescheiterten justiziellen Aufarbeitung.

Autor: Philipp Dinkelaker, M.A. und freischaffender Künstler, studierte Neuere Geschichte, Alte Geschichte und Philosophie an der Technischen Universität Berlin.

Buchpremiere

Sa, 17. Juni 2017, 18:00 Uhr
Autor: Sebastian Lotzer

Begrabt mein Herz am Heinrichplatz

Lesung des subversiven Machwerks in Anwesenheit der wagemutigen Verleger von bahoe books aus Wien.

“Eine Reise in 45 Szenen durch die Welt einer untergegangenen Bewegung und erinnerte Bilder an eine sagenumwobene Halbstadt, die es nicht mehr gibt. Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben, so heißt es. Doch jene Bewegung, die im Schatten der besetzten Häuser in Westberlin entstand, hatte eh nie im Sinn, Geschichte zu schreiben. Sie war sich ihrer Vergänglichkeit ebenso bewusst wie ihrem Unvermögen, an den bestehenden Verhältnissen etwas grundsätzliches zu ändern. Niemand glaubte mehr an den Strand unter dem Pflaster, die Züricher Gefährten hatte schon vorgegeben, dass Beton nicht brennt und so wurde Was ist uns geblieben außer zu kämpfen und zu lieben zum Soundtrack der letzten Revolte.”

Ausnahme- als Normalzustand

Vorstellung der 112. Ausgabe von CILIP/Bürgerrechte & Polizei
Do, 27. April 2017, 20:00 Uhr

Veranstaltung zur Terrorismusbekämpfung und dem “état d’urgence” in Frankreich

Die Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP widmet ihre aktuelle Ausgabe dem Thema Terrorismusbekämpfung. Für die Veran­staltung haben wir den Politikwissenschaftler Fabien Jobard ein­geladen. Er wird über die Situation in Frankreich berichten, die Geschichte des Ausnahmezustands und seiner Normalisierung, die Folgen der einzelnen Maßnahmen und eine politische Einordnung. Am Ende wollen wir beleuchten, welche Folgen der “état d’urgence” für die Sicherheitsarchitektur in Deutschland hat.

Mehr unter: www.cilip.de

Veranstalter: Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP

Staatskritik

Lesekreis des Bildungskollektivs in der association ★ 14a
Beginn: So, 27.11.2016, 18 Uhr

Der Lesekreis beginnt am 27.11.2016 in den Ladenräumen. Treffen finden dann immer zwei-wöchentlich Sonntags um 18 Uhr statt. Die selbständig gelesenen Textstellen werden auf den Treffen dann ohne Anleitung diskutiert, Vorbereitungen rotieren unter allen Beteiligten.

Textgrundlagen:
„Der Staat des Kapitals“, Johannes Agnoli
„Allgemeine Rechtslehre und Marxismus“, Paschukanis

Das Kapital – Band II

Lesekreis des Bildungskollektivs in der association ★ 14a
Beginn: So, 30.10.2016, 18 Uhr

Der Lesekreis beginnt am 30.10.2016 in den Ladenräumen. Treffen finden dann immer zwei-wöchentlich Sonntags um 18 Uhr statt. Vorläufig geplant ist, die Lektüre bis Mitte 2017 abzuschließen. Die selbständig gelesenen Textstellen werden auf den Treffen dann ohne Anleitung diskutiert, Vorbereitungen rotieren unter allen Beteiligten.

Textgrundlage ist „Das Kapital – Kritik der Politischen Ökonomie“ Zweiter Band, unveränderter Nachdruck der 9. Auflage 1963, Karl Dietz Verlag Berlin

Stellungnahme zur drohenden Räumung der Friedel54

Der Kiezladen Friedel54 entstand Januar 2005 als „verlängertes Wohnzimmer“ und entwickelte sich zu einem Sozialen Zentrum in Nord-Neukölln. Unzählige Personen und Initiativen bauten über die Jahre den Laden zu dem auf, was er jetzt ist: eine soziale und kämpferische Infrastruktur für die Nutzer_innen und die Nachbarschaft im Kiez.

Für uns liegt die Notwendigkeit solcher Orte auf der Hand. Auch wenn soziale und politische Solidarität vor allem in den Alltagsrealitäten und -kämpfen wächst, bleiben diese doch zumeist exklusiv oder fragmentiert. Ein Mittel, dieser Isolierung entgegenzuwirken ist das Soziale Zentrum: In Zeiten sich verschärfender Konflikte braucht es kollektive Räume der Kritik, Analyse und Organisierung.

Die (angekündigte) Räumung des Ladens würde einen massiven Einschnitt in die widerständigen Prozesse in Nord-Neukölln bedeuten. Ob solche Strukturen durch die kapitalistische Logik, politische Repression oder wodurch auch immer angegriffen werden, ist für uns erst einmal nebensächlich, und höchstens eine Frage des taktischen Umgangs damit.

Gegen Staat, Nation & Kapital – Friedel54 verteidigen!

Viel Liebe, Kraft und Hoffnung wünschen wir insbesondere den kämpfenden Mieter_innen.

association 14a & Friends, April 2016

 

Arbeit – Bewegung – Geschichte

Buchvorstellung & Diskussion
Di, 12. April 2016 um 19:30 Uhr
mit der Redaktion von “Arbeit – Bewegung – Geschichte”

Operaismus: Linke Betriebsintervention, wilde Streiks und operaistische Politik, 1968-1988

Vorstellung der neuesten Ausgabe: Arbeit – Bewegung – Geschichte, Zeitschrift für historische Studien, 15. Jahrgang – Heft 2016/I: Inhalt

Arbeitskämpfe und soziale Bewegungen scheinen wieder zueinander zu finden. Insbesondere in den letzten Jahren wurde global eine deutliche Zunahme von Streiks und Konflikten am Arbeitsplatz festgestellt, die häufig auch in Zusammenhang mit den jüngsten Krisenprotesten gebracht werden. Gleichzeitig läßt sich , eine stärkere Hinwendung der sozialen Bewegungen zur Arbeitswelt feststellen. Beispiele sind etwa die durch Gewerkschaften und die Occupy-Bewegung gemeinsam getragene Hafenbesetzung im Rahmen von “Occupy Oakland” in den USA im Jahr 2011.

In Deutschland ist eine Zunahme von Streiks zu beobachten, begleitet von Solidaritätsaktionen aus dem Spektrum der außerparlamentarischen Linken. Dieses Zusammengehen ist jedoch durchaus nicht neu. So gibt es eine lange gemeinsame Geschichte von politischem Protest und Kämpfen am Arbeitsplatz. In der jüngeren Geschichte stechen hier insbesondere die 1960er und 1970er Jahre hervor, als Tausende von Aktivisten und Aktivistinnen aus der Studenten- und Jugendbewegung von 1968 “ins Proletariat gingen”, wie es damals in Westdeutschland hieß. Angeregt wurde dies durch eine Zunahme der Konflikte am Arbeitsplatz, mit teils ungewohnten Formen, wie “wilden Streiks” oder Betriebsbesetzungen. In Italien entstand aus diesen Kämpfen die Theorie des Operaismus, und seit einigen Jahren ist der “proletarische Mai” 1968ff auch zum Gegenstand der historischen Forschung geworden.

Einige Ergebnisse aus Deutschland und Italien sind nun unter dem Titel “Linke Betriebsintervention, wilde Streiks und operaistische Politik 1968-1988” in einem Schwerpunktheft der Zeitschrift “Arbeit – Bewegung – Geschichte” zusammengestellt worden. Mit Dietmar Lange und Ralf Hoffrogge haben wir zwei Herausgeber des Heftes eingeladen, um zu diskutieren über Betrieb und Politik, Ursprung und Erbe von Betriebsinterventionen und Operaismus.

Veranstalter: Förderverein für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung
Referenten: Ralf Hoffrogge (Historiker), Dietmar Lange (Historiker)
Bestellungen: entweder direkt Bestellung/Abo oder im Buchladen Müßiggang

Das Kapital – Band I

Lesekreis des Bildungskollektivs in der association ★ 14a
Beginn: So, 11.10.2015, 17 Uhr

Der Lesekreis beginnt am 11.10.2015 in den Ladenräumen. Treffen finden dann immer wöchentlich Sonntags um 17 Uhr statt. Vorläufig geplant ist, die Lektüre bis Mitte 2016 abzuschließen. Die selbständig gelesenen Textstellen werden auf den Treffen dann ohne Anleitung diskutiert, Vorbereitungen rotieren unter allen Beteiligten.

Textgrundlage ist „Das Kapital – Kritik der Politischen Ökonomie“ Erster Band, unveränderter Nachdruck der 11. Auflage 1962, Karl Dietz Verlag Berlin

Sozialarbeit und Polizei

Vorstellung der 108. Ausgabe von CILIP/Bürgerrechte & Polizei
Do, 16.7.2015 um 19:30 Uhr

Release-Veranstaltung anläßlich des Erscheinens der 108. Ausgabe der Zeitschrift CILIP/ Bürgerrechte & Polizei

Gerne stellt die Polizei sich als “dein Freund und Helfer” dar.
Was liegt dann näher, als mit denen zusammen zu arbeiten, deren Beruf ausdrücklich das Helfen ist? Seit dreißig Jahren unternehmen die Polizeien in Deutschland immer wieder neue Versuche, mit SozialarbeiterInnen zu kooperieren. Angeblich, weil man dieselben Ziele bei denselben Adressaten verfolge. Die ständige Aufforderung, zum Partner in Sicherheitsbelangen zu werden, stellt eine Bedrohung sozialarbeiterischen Selbstverständnisses dar. Will die Sozialarbeit nicht als Juniorpartner der Sicherheitsapparate ihre eigene Arbeitsgrundlage gefährden, muss sie sich der Vereinnahmung widersetzen.

In Anlehnung an die aktuelle Ausgabe wird CILIP-Redakteur Norbert Pütter einige Felder polizeilich-sozialarbeiterischer Zusammenarbeit, die daraus resultierenden Gefahren und mögliche Alternativen vorstellen.
Mehr unter: www.cilip.de

Veranstalter: Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP

Werner Scholem – ein Radikaler in der Weimarer Republik

Film, Buchvorstellung und Diskussion
Mi, 14. Januar 2015 um 19:30 Uhr
Referent und Autor: Ralf Hoffrogge (Historiker)

Werner Scholem – eine politische Biographie

Werner Scholem (1895-1940) wird heutzutage meist verbunden mit seinem Bruder Gershom, Benjamin-Herausgeber und Experte zur jüdischen Mystik.
In den 1920ern war jedoch der “große Bruder” Werner weit prominenter, als KPD-Politiker mischte er im Preußischen Landtag und später im Reichstag die politische Szene auf, seine polemischen Reden waren gefürchtet und berüchtigt. Nicht selten galt seine Politik als bloßer “Radau”, Walter Benjamin nannte ihn gar einen “Lausejungen”. Doch die Provokationen waren nicht inhaltsleer: trotz schriller Töne legte Scholem stets den Finger in die Wunde, brandmarkte die reaktionäre Schulpolitik der Weimarer Republik genauso wie ihre rechtslastige Justiz. Er kritisierte 1922 Arierparagraphen und Antisemitismus bei den Studentenverbindungen, warnte bereits im April 1923 vor einem Putsch Hitlers. Doch er konnte den Rechtsruck der Republik nicht verhindern: 1926 wurde Werner Scholem wegen seiner Opposition gegen Stalin aus der KPD hinausgesäubert, 1933 verhaftet und 1940 im KZ Buchenwald ermordet.

Ralf Hoffrogge, Autor von “Werner Scholem – eine politische Biographie” (UVK Verlag 2014) stellt sein Buch zur Diskussion und widmet sich besonders dem Widerspruch von Scholems Wirken als Revolutionär in nichtrevolutionärer Zeit.

Die Einleitung bildet der 20-minütige Dokumentarfilm “Von der Utopie zur Gegenrevolution” von Niels Bolbrinker, der unter anderem ein Interview von Scholems Tochter Renee Goddard aus dem Jahr 2011 enthält.

Calais Migrant Solidarity Berlin – Donation Collection Point

Sammelort der Spenden für Calais Migrant Solidarity Berlin in der association ★ 14a. Hier der Text der Soligruppe:

We now have a permanent collection point for donations for Calais. We are especially seeking donations now as we will be travelling with a car to Calais soon for the upcoming skillshare week.

Calais Migrant Solidarity Berlin:

Please bring donations to:
Müßiggang: Second-Hand-Buchladen (part of association ★ 14aWegbeschreibung)

ABOUT CALAIS:

Calais is a small town on the French border to the United Kingdom, a final bottleneck through which migrants must pass on their way to England. Calais Migrant Solidarity (CMS) has been doing solidarity work with many of the thousands of migrants who have come through Calais since 2009. Over the last six months, a dramatic increase in numbers has taken place there; as of November 2014, there were an estimated 2,500 migrants living in Calais. There are no state-funded shelters in Calais for persons without papers: migrants live in extremely harsh conditions (especially now, as winter is arriving) with very limited access to organized support. For those who are trying to cross the border here, repression in the form of evictions, police brutality, right-wing violence and arrests are a constant threat.

for more see: https://calaismigrantsolidarity.wordpress.com/

WHAT WE NEED ON THE GROUND :

  • Men’s Winter Clothing and Weather-Resistant Shoes- we really need this at the moment
  • Medicine and Medical Supplies
  • Tents, tarps and sleeping bags – we always need lots of them;
  • Bikes, bike trailers and bike repair stuff – are always needed and really useful for people to stay mobile and get around;
  • Pots, pans, utensils, plates, cups, cutlery – for people in the squats and jungles;
  • Books, dictionaries, texts, zines etc – in any and all languages. Especially, English, French, Italian, Arabic, Pashto, Farsi, Tigrinya, Amharic and Greek;
  • Games & music making – card games, board games, footballs, basketballs, and any instruments etc;
  • Tools – for fixing stuff;
  • Phones, phone chargers and sim cards;
  • Cameras – we are always in need of good cameras as they are often damaged / destroyed by the police;

Starker Staat, schwaches Recht?

Vortrag
Mi, 29.10.2014 um 20:00 Uhr
Referentin: Carolin Philipp (Politikwissenschaftlerin)
Veranstalter: Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP, Release des Heftes 106 Polizei und Krise

Rechtes Krisenmanagement in Griechenland

Rechtsradikale Parteien waren in Griechenland jahrzehntelang eher eine Randerscheinung, was unter anderem daran lag, dass solche Positionen auch in der konservativen Néa Dimokratía (ND) Platz hatten und vertreten wurden.
Schon in den 1990er Jahre nahm die Verbreitung von fremdenfeindlichem und rassistischem Gedankengut rasant zu. Mit der Bankenkrise erstarkten rechtsradikale Geisteshaltungen und Parteien jedoch deutlich.

In ihrem Vortrag beschäftigt sich die in Athen lebende Politikwissenschaftlerin Carolin Philipp mit den Verflechtungen von Staat und unterschiedlichen rechten Kräften und Gruppierungen, mit der Instrumentalisierung rassistischer Diskurse durch die Politik und Verschiebungen in der Gesetzgebung.

Lesung

mit dem Autor Martin Sudermann
Mi, 13.11.2013 um 19:30 Uhr

XXX

Ein Atomkraft-Krimi

Oktober 2010. Zwei Tage nach einem von heftigen Auseinandersetzungen begleiteten Atommüll-Transport wird die Leiche eines Demonstranten im Wendland entdeckt. Holger Becker, 54 Jahre alt, soll in einem Bach ertrunken sein. Seine Freunde glauben keine Sekunde an diese Geschichte. Auch der Journalist Thomas Krüdewagen nicht. Nach der Beerdigung seines alten Genossen und Freundes beschließt er, dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Thomas’ Recherchen erweisen, dass Holger all die Jahre politisch aktiv war und sich mächtige Feinde gemacht hat: BKA, Staatsschutz und nicht zuletzt den Energiekonzern WEAG, der an der Schwarzmeerküste in der Türkei im Auftrag der türkischen Regierung ein Atomkraftwerk plant. Aber die bringen doch niemanden um. Das sind doch irre Verschwörungstheorien.

Martin Sudermann lebt in Köln, ist Autor und Aktivist in der linken Bewegung. XXX ist sein zweiter Krimi, das Debüt »Mordsgeschäfte« mit dem Ermittler Thomas Krüdewagen erschien 2012

Von Grasmöbeln, 1-€-Jobs und Anderem

Buchvorstellung
am Mittwoch, 13.03.2013 um 19 Uhr

Ein Portrait der workstation ideenwerkstatt berlin

Die workstation ist in der Projektelandschaft der Offenen Werkstätten und des Urban Gardening eine frühe Pionierin. Recycling, vielmehr Upcycling, hatten die GründerInnen von Anfang an im Programm. Und bevor der rege Kauf und Tausch losging, war bereits das erste Berliner Projektelastenfahrrad eigenhändig gebaut, damit die Materialien auch umweltfreundlich abtransportiert werden konnten.

Die workstation mischte ebenfalls beim ersten Berliner Stadtpark im BürgerInnen-Park – die Laskerwiese – mit und pflanzte Sitzmöbel im Mauerpark, zwecks »Naturerweiterung, Thematisierung der Bebauungsproblematik, Partizipation«. Und Rosa Rose, berühmter zwangsgeräumter Friedrichshainer Gemeinschaftsgarten, steht auch eng mit der workstation in Verbindung…

Die workstation ist ein Möglichkeitsraum der besonderen Art. Hier soll/kann mensch alles Mögliche selber machen, vor allem aber sich seine eigenen Gedanken. Es geht um den neuen, den eigenen Reim: Wie man eigentlich leben und arbeiten will…

Von Grasmöbeln, 1-€-Jobs und Anderem – ein Portrait der workstation ideenwerkstatt berlin workstation ideenwerkstatt berlin (Hg.)
ISBN 978-3-940865-41-0 I 2012 I 240 Seiten I 16,00 €

Solicockails für die association ★ 14a

Freitag, den 25.1. ab 20.00 Uhr
in der Meuterei, Reichenberger 58.

Liebe Freundinnen und Freunde,

die Mietzahlungen sitzen uns im Nacken. Deswegen, und natürlich weil wir uns darauf freuen, einen netten Abend mit euch zu verbringen, laden wir zum Solitresen. Für feste und flüssige Gaumenreize ist gesorgt.

Kommt zahlreich und durstig.

Gerne lassen wir uns am Tresen von euch in Gespräche darüber verwickeln, was bei uns nach längeren Diskussionen und Umstrukturierungen so los ist und wie wir uns die Zukunft des Ladens vorstellen.

Bis dann

SUBVERSION & ABGRUND

am Freitag, 25.01.2013 um 19 Uhr
im Spor Klübü
Freienwalder Str. 31, 13359 Berlin-Wedding

Ausstellungseröffnung

Eine Ausstellung der Künstlergruppe BEWEGUNG NURR (Alekos Hofstetter/ Christian Steuer/ Florian Göpfert) mit Werken und Beiträgen von:

Boris Abel, Michelle Alperin, bankleer, Rainer Bellenbaum, Tina Born, Lukas Feireiss, Peter Funken & Andreas A. Koch, Jörn Gerstenberg, Frauke Hehl, R.J.Kirsch Andreas Koch (mit A. Schimanski und A. Middendorf), Ins A Kromminga, Käthe Kruse, Esther Horn, Joe Neave, Jens Meinrenken, Robert Sokol, Sabeth Buchmann, Tanja Vonseelen, Christine Weber und Daniel H. Wild.

Es gibt im heutigen System keine echte Subversion. Im Gegenteil: jegliche Form der Subversion wird vereinnahmt (neudeutsch: kooptiert) und ihrer Kraft enthebelt. Dies gilt insbesondere für die Ansprüche der Kunst. Daß man deshalb durch Unterwanderung nur bestätigt, ist daher völlig klar und keine besonders hilfreiche Beobachtung. Subversion ist dementsprechend kein positiver Begriff oder eine effektive Gegenbewegung, sondern eine naive und illusorische Erwartungshaltung, die wenig bewirken kann.
Ein interessanter Lösungsansatz für diese Unwirksamkeit von Subversion liegt daher in ihrem Gegenteil, nämlich in der Affirmation. Kann man ein System dadurch unterwandern, in dem man es völlig bestätigt? Ist die wahre Subversion nicht diejenige, die ein System ausdrücklich aufrecht erhält und es konsequent auf seine Spitze treibt? Es daher „aufhebt“ im doppelten Sinne? Diese Überlegung gibt dem Prinzip Subversion eine ironische Utopie zurück: nur durch eine vollendete Bestätigung kann das System seiner Macht beraubt werden, obschon auch diese Umkehrung genauso naiv wie der Glaube an eine subversive Kraft ist. Und dennoch persifliert dieser Glaube die Hoffnung auf eine Unterwanderung und gibt dadurch dem affirmativen Handeln im System eine Bedeutung zurück, die der Dekonstruktivismus uns ja allenthalben versprochen hatte, während er gleichzeitig auf einen alten Denkansatz im dialektischen Materialismus zurückgreift. (Wir warten allerdings immer noch auf die Erlösung.)
Wir sind also nach wie vor mit der Frage beschäftigt, was im Wirklichen den Platz für das Mögliche freihält. Es ist ein bekanntes Problem. Genauso könnte ja ein Spießer behaupten, er unterwandere den Kapitalismus von innen heraus, indem er subversiv Porsche fährt. Diese Eckpunkte weisen auf das hin, was die BEWEGUNG NURR uns ausrichten möchte: es sei Aberglaube, daß auch diejenigen, die es sich im System gemütlich gemacht haben, zu seinem Untergang beitragen werden. (Daniel H. Wild, 2013)

http://www.nurr.net/

Podiumsdiskussion zum Thema „Subversion und Kunst“
Samstag, 2.2.2013 um 19 Uhr
Teilnehmer: Julia Lazarus, Kerstin Karge, Jens Meinrenken, Andreas Koch, Moderation: Peter Funken

 

Live-Performance am Samstag, 2.2.2013 um 21 Uhr
BURQADIZCOMASCHINE
Chris Dreier, D. Holland-Moritz, Ursula Döbereiner
feat. Dancemaschines
http://www.myspace.com/burqamachines

 

Spor Klübü
Freienwalder Str.31
13359 Berlin
Öffnungszeiten: Samstag, 26.01. und Sonntag, 27.01.2013 von 14:00 -17:00
Vom 28.01. bis 02.02. nach Terminvereinbarung per Mail: moju@momagic.de

Betriebskostenabrechnung

Informationsveranstaltung
mit Ewa Gill von der Berliner Mietergemeinschaft
Di, 08.01.2013 um 19 Uhr

Alle Jahre wieder flattert die Betriebskostenabrechnung in’s Haus.

Häufig ist sie reichlich kompliziert, oft führt sie zu Nachzahlungen und fast immer erzeugt sie Beratungsbedarf.

In Zusammenarbeit mit dem Ladenprojekt 14a lädt daher die Berliner Mietergemeinschaft zu einer Informationsveranstaltung über Betriebskosten ein.
Es wird eine Rechtsanwältin für die notwendigen Informationen und Auskünfte sorgen.

Genossenschaften und soziale Bewegungen

Veranstaltung mit dem Biocollective aus Berlin
Di, 30.10.2012 um 19:30 Uhr

am Beispiel des Biocollective in Griechenland

Nach einer Einführung zur Situation in Griechenland und zu verschiedenen Selbsthilfe- Ansätzen wird als ein Beispiel das Biocollective auf Kreta vorgestellt. Es organisiert wirtschaftliche Selbsthilfe und gesellschaftliche Solidarität, indem die Mitglieder auf brachliegenden Olivenhainen ernten, und damit sowohl selbst Geld verdienen, als auch zum Beispiel Streikende unterstützen.

Veranstaltet wird der Abend vom NETZ für Selbstverwaltung und Kooperation Berlin-Brandenburg e.V, in Kooperation mit CONTRASTE – Monatszeitung für Selbstorganisation, Redaktion Berlin, Netzwerk Selbsthilfe und ZdK – Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften.

Weitere Termine der „Veranstaltungsreihe zum Internationalen Jahr der Genossenschaften 2012″ .

9 8 4 1

HELLERAU – EUROPÄISCHES ZENTRUM DER KÜNSTE DRESDEN
Karl-Liebknecht-Strasse 56
01109 Dresden
www.hellerau.org

20.10.- 16.12.2012

Temporäres Denkmal für Johann „Rukeli“ Trollmann- Deutscher Meister im Halbschwergewicht, 1933

Ein Werk der Künstlergruppe BEWEGUNG NURR in Kooperation mit workstation Ideenwerkstatt Berlin e.V.

Einweihung des Denkmals am Freitag, dem 19. Oktober 2012 um 18 Uhr durch Rita Vowe und Manuel Trollmann (Tochter und Großneffe Johann Trollmanns).

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (Dr. Tanja Vonseelen/ Hrsg.) mit Textbeiträgen von Dr. Silvio Peritore, Dr. Roger Repplinger und Sophia Schmitz. Katalog Online Download unter trollmann.info

Die BEWEGUNG NURR (Alekos Hofstetter/Christian Steuer/Florian Göpfert) wollen mit ihrer Installation bestehend aus einem stählernen Boxring mit Betonoberfäche ein temporäres Denkmal für einen außergewöhnlichen sinto-deutschen Boxer schaffen, dem aufgrund seiner ethnischen Wurzeln im Nationalsozialismus Erfolg und sozialer Aufstieg versagt blieben. Entrechtet und ausgegrenzt, verlor Johann Trollmann schrittweise seine Existenzgrundlage, wurde 1942 im KZ Neuengamme inhaftiert und 1944 im KZ Wittenberge ermordet.

Die über eine Ringecke abgesenkte Boxringskulptur 9841 – der Titel greift die Häftlingsnummer Trollmanns aus dem KZ Neuengamme auf – übersetzt in originaler Größe die soziale und politische Gefährdung, die Trollmanns Leben beherrschte, in ein dreidimensionales Objekt. Die schräge Ebene des Boxrings garantiert keinen Halt mehr, so wie die brutale Diffamierung „nicht-arischer“ Menschen im Dritten Reiches Trollmann sukzessive in den Abgrund von Rechtlosigkeit und Verfolgung zog. Er verlor nicht nur seinen rechtmäßigen Anspruch auf den sportlichen Titel des deutschen Meisters im Halbschwergewicht, sondern auch – und mit ihm viele „nicht-arische“ Sportler – sein Leben.

Erst im Jahr 2004 wurde Trollmann posthum der Titel des Deutschen Meisters im Halbschwergewicht vom Berufsverband Deutscher Boxer wieder zuerkannt, seine Heimatstadt Hannover benannte bisher nur einen Fußgängerweg nach ihm. Mit der Skulptur 9841 soll das Schicksal Trollmanns wieder in den öffentlichen Fokus gerückt werden.

http://www.nurr.net/

Massenstreik und Schießbefehl

Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autor Dietmar Lange
Mi, 17.10.2012 um 19:30 Uhr

Generalstreik und Märzkämpfe in Berlin 1919

In der historischen Erinnerung an die Revolutions- und Nachkriegsgeschichte 1918/19 in Berlin sind zumeist nur die Ereignisse aus den Novembertagen 1918 und der sogenannte „Spartakusaufstand“ vom Januar 1919 präsent. Steht das Erste für den Sturz der Monarchie, so das Zweite für das Scheitern der sozialistischen Revolution in Deutschland und die Ermordung ihrer beiden prominentesten Vertreter, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

Jedoch kam es nur kurze Zeit später, im März 1919, zu einem Generalstreik in der deutschen Hauptstadt, in dessen Zuge sowohl die sozialrevolutionären Bestrebungen als auch die militärische Gegenrevolution erst ihren Höhepunkt erreichten. Eingebettet in einer landesweiten Streikwelle versuchten die im November entstandenen Arbeiterräte die Ausweitung ihres Einflusses in den Betrieben und Verwaltungen sowie die Einleitung der Sozialisierung gegen die gleichzeitig in Weimar tagende Nationalversammlung durchzusetzen. Die Reaktion bestand im bis dahin größten militärischen Einsatz in Berlin, der in einem ungeheuren Blutbad in den Arbeitervierteln der Stadt endete, welches selbst noch die Kämpfe im Januar in den Schatten stellte.

Der Autor Dietmar Lange wird zusammen mit dem Förderverein für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung sein Buch vorstellen und auf die Geschichte der sozialen Massenbewegung nach dem 1. Weltkrieg in Berlin eingehen.

a.r.a.p. in der Presse

Am 17.07.2012 erschien in der taz ein Artikel über die Antirepressionsgruppe a.r.a.p. – against repression against prison. Die Gruppe ist seit August 2010 Teil der association ★ 14a

Den Artikel gibt es hier zum download: als PDF.

a.r.a.p. – für eine Gesellschaft ohne Knäste

Beratung und direkte Unterstützung für Frauen, Lesben und Trans*, die im Gefängnis sitzen.

Die Gruppe against repression against prison (a.r.a.p.) berät und unterstützt Menschen während und nach dem Gefängnisaufenthalt. Auch FreundInnen und Verwandte können die Unterstützung der a.r.a.p. in Anspruch nehmen. Seit 2003 informiert die Gruppe über Gefängnisse und ihre gesellschaftliche Bedeutung, ab dem Jahr 2010 hat sie ihre Arbeit auf direkte Unterstützung für Menschen in Gefängnissen ausgeweitet und ein feministisches Beratungsbüro für Frauen, Lesben Trans* eröffnet – mit dem Schwerpunkt „Hilfe nach dem Knast“.

Die Arbeit der a.r.a.p orientiert sich an den Alltagssorgen der InsassInnen: Die Frauen brauchen im Gefängnis oft Unterstützung beim Durchsetzen einfachster Rechte, die durch den Gefängnisalltag und seine Strukturen außer Kraft gesetzt sind: Nora, ein Gründungsmitglied von a.r.a.p., berichtet, dass momentan in Gefängnissen bei Frauen häufig das Borderline- Syndrom oder Bipolarität diagnostiziert wird. Eine therapeutische Behandlung würde ihnen aber immer wieder erschwert, indem ihnen die nötige Ausgangszeit aus dem geschlossenen Vollzug für den Besuch in der Therapiestelle nicht gewährt würde. Stattdessen würden sie oft mit Medikamenten behandelt, deren Nebenwirkungen die Arbeitsfähigkeit der InsassInnen einschränken würden.

Doch selbst wenn die Frauen und Trans* Gefängnisarbeit leisten könnten, würden sie nicht viel verdienen: Bei achtstündiger Arbeit würden sie einen Tagessatz von 7,80 Euro bis 11,94 Euro erhalten, müssten davon aber Gebrauchsgüter zu völlig überhöhten Preisen kaufen. Im Gefängnis würden, Nora zufolge, 140 Gramm Tabak 18,95 statt 16,95 Euro kosten, Süßstofftabletten sogar bis zu 5 Euro statt der üblichen 99 Cent. Sie berichtet, dass die Frauen bis vor Kurzem kein Parfum beziehen konnten, weil es Alkohol enthält, der im Gefängnis verboten ist. Mittlerweile ist der Besitz von 100 ml Parfum erlaubt, weil „die Gefängnisleitungen wohl gemerkt haben, dass nicht so viele Frauen ihr Parfum trinken wollen“, erklärt Nora mit einem kleinen Lachen.

Es gibt auch Gefangene, die die Arbeit im Gefängnis als eine Form von Zwangsarbeit ablehnen. In einem Fall habe ein Insasse sich geweigert, an den Arbeitsmaßnahmen teilzunehmen. Seine eigene schmutzige Wäsche habe er ebenfalls nicht im Gefängnis waschen lassen wollen, um die dortige Arbeit zu boykottieren. In diesem Fall tauschte die a.r.a.p. alle zwei Wochen seine gebrauchte Wäsche gegen saubere aus. Aber auch nach der Haftzeit nehmen die Probleme kein Ende: Nora erklärt, dass die ehemaligen InsassInnen oft bei der Wohnungs- und Arbeitssuche Diskriminierungen erleben und gegenüber MitbewerberInnen benachteiligt werden. Bei all diesen Problemen hilft die a.r.a.p. den Menschen mit sozialer oder juristischer Beratung weiter. Mehrere AnwältInnen arbeiten ehrenamtlich oder gegen Prozesskostenhilfe mit der a.r.a.p. zusammen und unterstützen die InsassInnen in allen Bereichen der Antragsstellung von Therapiezulassungen bis zur Haftminderung. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von a.r.a.p. Liegt bei der Unterstützung von Trans*. Momentan sind 30 Trans* in deutschen Gefängnissen untergebracht. Ihre Haftbedingungen sind besonders schwierig, weil ihre MitinsassInnen sie häufig diskriminieren. Zum Schutz vor Anfeindungen müssen sie ihre Haftzeit meistens in Isolation absitzen, wodurch die Haftbedingungen unnötig verschärft werden. Nora berichtet auch von einem Transmann, der seine achtmonatige Haftzeit zwangsweise in der Krankenabteilung verbrachte, weil die Gefängnisleitung annahm, dass er hier sicherer wäre. Um queeren Menschen den Aufenthalt im Gefängnis zu erleichtern und über die speziellen Probleme dort zu informieren, hat die a.r.a.p einen „Antirepressionsratgeber für Queers“ veröffentlicht.

Die a.r.a.p. arbeitet mit anderen Antirepressionsgruppen zusammen, unter anderem mit der Gruppe Kiralina, die ähnlich wie die a.r.a.p. Menschen in Gefängnissen unterstützt. Kirilana hat sich darauf spezialisiert, die Verschickung der drei pro Jahr erlaubten Paketsendungen zu organisieren. Mit den Paketen, die zu Ostern, Weihnachten und einem frei gewählten Zeitpunkt verschickt werden können, erhalten die InsassInnen Waren, die im Gefängnis zu teuer oder nicht erhältlich sind. Durch die Arbeit von Kiralina erhält die a.r.a.p. immer wieder Informationen über InsassInnen, die nicht durch FreundInnen oder Verwandte unterstützt werden und deshalb um Besuch oder Briefkontakt bitten.
Wer gerne selbst Menschen in Gefängnissen unterstützen möchte, kann ihnen Briefe schreiben, sie im Gefängnis besuchen oder ihnen auch Geld zusenden. Die a.r.a.p. hat auf ihrer Webseite Merkblätter mit wichtigen Informationen dazu veröffentlicht.

ZOÉ SONA

a.r.a.p.
Die Gruppe against repression against prison (a.r.a.p.) berät und unterstützt Menschen während und nach dem Gefängnisaufenthalt.

■ Im Netz
arapberlin.wordpress.com

■ Feministisches Beratungsbüro
c/o Secondhand-Buchladen Müßiggang (Treppe hoch)
Oranienstraße 14a

association ★ 14a in der Presse

Heute erschien ein kurzer Artikel über das Ladenprojekt in der Printausgabe der taz.

Kompletter Artikel auch Online: [hier] oder als [PDF]

Das Sozialprojekt „14a“

Am Heinrichplatz haben sich verschiedene soziale Projekte als Kollektiv organisiert, um Menschen in Not zu beraten oder einfach nur gute Tipps für den Behördendschungel zu geben […]

Darüber hinaus steht auch eine Infrastruktur zur Unterstützung von Selbstorganisierungsprozessen bereit.

[…] Die Räume gehören der Genossenschaft Luisenstadt. In einem Bewerbungsverfahren gab die Genossenschaft dem Kollektiv den Vortritt vor anderen kommerziellen Nutzungen. Schaut man sich den Rest des Heinrichplatzes an, würde man sich wünschen, dass manch anderer Hauseigentümer ein ähnlich soziales Bewusstsein hätte. […]

[…] Wer das Projekt unterstützen oder mitmachen will, kann das auf vielerlei Weise tun. Abgesehen davon, dass sich das Kollektiv über Spenden freut, stellt es seine Räume für Gruppen und Initiativen aus Berlin bereit. […]

… und natürlich stehen die Räume auch Gruppen und Initiativen zur Verfügung, die nicht aus Berlin kommen!

EFA-Vorbehalt ¦ ECMSA

Infoveranstaltung
Donnerstag 24.5. 19.30
english below …

Infoveranstaltung zum EFA-Vorbehalt / Discussion on the suspension of the ECMSA

Solidarität statt Ausgrenzung!

Die Bundesregierung hat das Europäische Fürsorgeabkommen (EFA) ausgesetzt – mit gravierenden Konsequenzen für in Deutschland lebende EU-Bürger, die ALG II-Leistungen beziehen. Diese erhalten seit März ablehnende Hartz IV-Bescheide bzw. bestehende Bescheide werden aufgehoben. Betroffen sind in Berlin ca. 10.000 Leute. In mehreren Entscheidungen der Berliner Sozialgerichte wurde dieser Praxis zumindest einstweilig ein Riegel vorgeschoben. Dennoch verschicken die Jobcenter – zum Teil völlig willkürlich – weiterhin Negativbescheide.

Der Vorbehalt gegen das EFA ist Teil der Reaktion der Bundesregierung auf die Krisenerscheinungen der letzten Jahre. Aus Sorge vor „Einwanderung in die Sozialsysteme“ werden diese präventiv dicht gemacht. Krisengewinner Deutschland kündigt einseitig die europäische Solidarität. Während hierzulande vom „Jobwunder“ und von den höchsten Steuereinnahmen aller Zeiten die Rede ist, sollen die Leute in den von der Krise am stärksten betroffenen Staaten sehen wo sie bleiben. Wir sagen: Solidarität statt Ausgrenzung!

Die Infoveranstaltung liefert aus anwaltlicher Sicht einen Überblick über den Stand des juristischen Kampfes gegen die ausgrenzende Politik der Jobcenter und der Bundesregierung. Zudem wird der Stand der Kampagne gegen den EFA-Vorbehalt vorgestellt; Betroffene kommen zu Wort und haben die Möglichkeit, Beistand zu finden.

Eine Veranstaltung der Sozialberatung am Heinrichplatz (14a.blogsport.de) in Zusammenarbeit mit efainfo.blogsport.de.

 

Discussion
Thursday, May 24th, 19.30

Solidarity, not exclusion!

The german government has suspended the „European Convention on Medical and Social Assistance (ECMSA, German: „Europäisches Fürsorgeabkommen, EFA) – with grave consequences for EU citizens who live in Germany and receive ALG II-benefits. Since March they receive negative decisions on their Hartz IV-applications and ongoing payments are cancelled
respectively. This affects about 10.000 people in Berlin. Several rulings from Berlin social courts have banned these practices by the
Jobcenters. Still the Jobcenters make negative decisions, partially arbitrarily.

The suspension of the ECMSA is part of the federal government’s reaction to the economic crisis of the last years. The social systems are pre-emptively closed because of fear of immigration. Germany as the big winner of the crisis is hereby suspending European solidarity. While in this country politicians talk about a „job miracle“ and about the highest tax revenues ever, people in the states most affected by the crises can look out for themselves. We say: Solidarity, not exclusion!

The discussion will center on the current state of the judicial proceedings against the politics of exclusion by the federal government that is enforced by the jobcenters. Also the campaign against the reservation against the ECMSA will be presented; affected people will have their say and the possibility to find help. Discussion will be in German but we can organize silent translations to English.

The discussion is organized by the helpdesk on Heinrichplatz in cooperation with efainfo.blogsport.de.

Die zweite Generation der Gastarbeiter erzählt

Vortrag
Mi, 21.3.2012 um 19:00 Uhr

Geschichten vom Syntagma.

Vom Aufstand der Jugend zur Selbstorganisation im Krisenlabor Griechenland.

Die Veranstaltung stellt einen Versuch dar, die Entwicklung seit 2008 ansatzweise zu beschreiben und einzuordnen.

Unter dem Spardiktat der Krise spitzen sich die sozialen Bedingungen und Kämpfe zu, wobei die Protagonisten der Kämpfe sich teilweise aufeinander beziehen, teilweise ohne Bezug aufeinander agieren. Zugleich formiert sich ein breiter Rassismus und sozialer Kannibalismus in der Gesellschaft. Im Kampf dagegen fangen Migrant_innen und die „Bewegung“ an, sich aufeinander zu beziehen, neue politische und soziale Organisisierungsformen entstehen.

Dekonstruktion des Heroischen

Vortrag
Mi, 22.2.2012 um 19:30 Uhr
Referent: Michael (Sozialberatung am Heinrichplatz)

Ein ehemaliger KB-Kader erzählt

Der 1971 in Hamburg gegründete Kommunistische Bund (KB), der seinerzeitigen sog. ML-Bewegung in der BRD zuzurechnen, gab die Organisationszeitschrift Arbeiterkampf (AK) heraus. Im Zuge diverser Organisationsspaltungen wurde diese 1991/1992 umbenannt in die bis heute erscheinende Zeitschrift analyse & kritik (ak). Vor allem über dieses Periodikum gelang es dem KB in der zweiten Hälfte der 70er Jahre in die diversen sozialen Bewegungen sowie in den Gründungsprozeß der bunten und alternativen Listen hineinzuwirken, aus denen sich dann die Partei der Grünen herauskristallisierte.
Über den KB ist 2002 die hervorragende Untersuchung von Michael Steffen erschienen: Geschichten vom Trüffelschwein -Politik und Organisation des Kommunistischen Bundes 1971 bis 1991 (Verlag Assoziation A). Diese stützte sich auf öffentliche und interne Materialien des KB, sowie intensiven Korrespondenzen und Interviews mit einer Vielzahl ehemaliger Leitungskader des KB. Zu dieser Liga gehörte der Vortragende nicht. Vielmehr war er auf der untersten Arbeitsebene als KB-Kader tätig. Den Schwerpunkt bildete neben der Organisations- die antirep/antifa-Arbeit. Solche Leute traten weder als vermeintlich orientierend Wirkende bei bündnispolitischen Verhandlungen auf (Aktionseinheiten, etc.), noch schrieben sie Artikel, die anderen die Welt erklären sollten. Wir waren schlicht „Umsetzer_innen“ der jeweiligen Beschlüsse. Hier: Vorwiegend in Nordrhein-Westfalen, nicht gerade ein Schwerpunkt der ML-Bewegung. In dieser Funktion waren wir aber auch Ziel staatlicher Aufklärungsbemühungen und Einschüchterungsversuche.

Die Veranstaltung bietet einen diesbezüglichen, zwangsläufig subjektiven, Erlebnisbericht:

  • Wieso stößt ein aus der christlichen Jugendarbeit kommender Mensch 1974 zur radikalen Linken?
  • Was hat man da konkret gemacht?
  • Wie lebte es sich im Fadenkreuz des Staatsschutzes? Und wie ging man damit um?
  • Wie verdaute man die Zerlegung diverser Illusionen und Fehleinschätzungen, die sich im Laufe der Jahre als solche erwiesen?

Und bei Interesse: Wie versuchte man, den verbleibenden, nicht unerheblichen Kernbestand an Erfahrungen und Erkenntnissen, über die Zeiten des Niedergangs der sozialen Bewegungen zu retten?
Das wird kein Blick zurück im Zorn, im Gegenteil: Es soll ein mit diversen Dokumenten und Anekdoten untermalter Blick zurück in eine Zeit sein, über die heute eine vielfach verzerrte Rezeption erkennbar ist. Wir waren zwar nicht schlecht. Aber so toll, wie es im Nachhinein von diversen seinerzeitigen Akteuren dargestellt wird, waren wir bei Weitem auch nicht. Wir waren – nach der jahrzehntelangen faschistischen und restaurativen Politk in Deutschland – die Wieder-Anfänger_innen eines linksradikalen Lebensentwurfes.

zum Audiomitschnitt

Link zu Video
„40 Jahre linke Bewegung, 40 Jahre ak – Geschichte einer Zeitung“

Zur Geschichte und Gegenwart des linken Buchhandels

Vortrag
Mi, 25.01.2012 um 19:30 Uhr.

Vom Verband des linken Buchhandels (VLB), Druckereien, Verlage bis heute.

Seit zwei Jahren befinden sich bundesweit linke Buchläden wieder in den Schlagzeilen. Übereifrige Staatsanwälte hatten bei ihnen im Monatstakt Durchsuchungen beantragt. Sie wollten die Läden kriminalisieren, weil sie einigen Herausgeber_innen konspirativ hergestellter Zeitschriften nicht habhaft werden konnten… mehr dazu: http://unzensiert-lesen.de/

Wir sind gespannt, was uns im neuen Jahr von dieser Seite noch erwarten wird.

Zunächst jedoch wird es uns Anlass genug sein, Ausflüge in die Geschichte des linken Buchhandels zu unternehmen. In den 1970er Jahren existierte ein eigener Verband des linken Buchhandels (VLB). Geboren aus den Revolten um 1968 bildete er für die radikale Linke Westdeutschlands eine wichtige Anlaufstelle. Im Rahmen seiner Promotionsarbeit hat sich unser Referent, Uwe Sonnenberg, in die Geschichte des VLB eingearbeitet. In seinem Vortrag wird er uns einen Abriß der Entwicklung des Verbandes geben.

Was war eigentlich der VLB, der Verband des linken Buchhandels? In welcher Situation, zu welchem Zweck hat er sich gebildet?

Warum gibt es den VLB nicht mehr?

Weitere Fragen insb. für die Diskussion:
Würde ein VLB heute noch Sinn machen? Gibt es alternative Formen der Kooperation linker Buchläden, Verlage, Druckereien? Gibt es überhaupt noch eine Kooperation oder wurschteln alle so vor sich hin und stöhnen unter dem ökonomischen Druck? Oder richtet das Internet eh langsam alle linken Buchläden und Infoläden zugrunde? Ist das Internet ein guter Ersatz? Was ist denn überhaupt heute das Selbstverständnis linker Buchläden?
Auch andere linke Buchläden sind angefragt und herzlich eingeladen an der Diskussion teilzunehmen.

Vom Pöbel zum Proletariat

Buchvorstellung
15.11.2011 um 19:30 Uhr.
Referent: Ralf Hoffrogge (Historiker, reflect!)
Moderation: Michael Hewener (reflect!)

Der Kampf gegen die Lohnarbeit als Ursprung der Arbeiterbewegung

Angesichts des aktuellen Gegensatzes von Massenarbeitslosigkeit für die einen und gesteigerter Arbeitshetze für andere spielen Forderungen nach Grundeinkommen und radikaler Arbeitszeitverkürzung derzeit eine große Rolle. Arbeit und Existenz sollen entkoppelt werden, ein würdiges Leben auch ohne Lohnarbeit möglich sein. Statt des alten Kampfes der Arbeiterbewegung für bessere Löhne wird ein „Kampf gegen die Arbeitsgesellschaft“ gefordert.

Dieser Kampf gegen die Arbeit ist jedoch kein neues Phänomen: bereits Anfang des 19. Jahrhunderts und auch schon vorher widersetzten sich radikale Handwerker, städtische Unterschichten und Tagelöhner dem aufkommenden Zwang zur Lohnarbeit. Feste Arbeitszeiten, Fabrikdisziplin und fremdbestimmte Arbeitsprozesse waren Phänomene, die in längeren Kämpfen mit Zwang durchgesetzt werden mußten. Erst nach einer Generation wurde die Lohnarbeit zur unhinterfragten Realität – und die Schimpfworte „Arbeiter“ und „Arbeiterin wandelten sich zu einer positiven Protest-Identität, die sich in der Revolution von 1848 zum ersten mal entfaltete.

Der Workshop gibt ein kurzes Impulsreferat zu historischen Kämpfen gegen die Einführung der Lohnarbeit und stellt dann die Frage, inwieweit diese Erfahrungen in der heutigen Krise der Arbeitsgesellschaft relevant sind.

Zum Referenten: Ralf Hoffrogge ist Historiker, vor kurzem erschien von ihm in der Reihe „Theorie.org“ eine historische Einführung zum Thema „Sozialismus und Arbeiterbewegung“, auf deren Überlegungen auch die Veranstaltung basiert. Mehr dazu hier: LINK