Archive for the ‘Veranstaltung’ Category

Friedel54 verteidigen!

Dienstag, April 5th, 2016

Stellungnahme zur drohenden Räumung der Friedel54

Der Kiezladen Friedel54 entstand Januar 2005 als „verlängertes Wohnzimmer“ und entwickelte sich zu einem Sozialen Zentrum in Nord-Neukölln. Unzählige Personen und Initiativen bauten über die Jahre den Laden zu dem auf, was er jetzt ist: eine soziale und kämpferische Infrastruktur für die Nutzer_innen und die Nachbarschaft im Kiez.

Für uns liegt die Notwendigkeit solcher Orte auf der Hand. Auch wenn soziale und politische Solidarität vor allem in den Alltagsrealitäten und -kämpfen wächst, bleiben diese doch zumeist exklusiv oder fragmentiert. Ein Mittel, dieser Isolierung entgegenzuwirken ist das Soziale Zentrum: In Zeiten sich verschärfender Konflikte braucht es kollektive Räume der Kritik, Analyse und Organisierung.

Die (angekündigte) Räumung des Ladens würde einen massiven Einschnitt in die widerständigen Prozesse in Nord-Neukölln bedeuten. Ob solche Strukturen durch die kapitalistische Logik, politische Repression oder wodurch auch immer angegriffen werden, ist für uns erst einmal nebensächlich, und höchstens eine Frage des taktischen Umgangs damit.

Gegen Staat, Nation & Kapital – Friedel54 verteidigen!

Viel Liebe, Kraft und Hoffnung wünschen wir insbesondere den kämpfenden Mieter_innen.

association 14a & Friends, April 2016

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Operaismus: Linke Betriebsintervention, wilde Streiks und operaistische Politik, 1968-1988

Dienstag, April 5th, 2016

Buchvorstellung & Diskussion
Di, 12. April 2016 um 19:30 Uhr

mit der Redaktion von „Arbeit – Bewegung – Geschichte“

Vorstellung der neuesten Ausgabe: Arbeit – Bewegung – Geschichte, Zeitschrift für historische Studien, 15. Jahrgang – Heft 2016/I: Inhalt

Arbeitskämpfe und soziale Bewegungen scheinen wieder zueinander zu finden. Insbesondere in den letzten Jahren wurde global eine deutliche Zunahme von Streiks und Konflikten am Arbeitsplatz festgestellt, die häufig auch in Zusammenhang mit den jüngsten Krisenprotesten gebracht werden. Gleichzeitig läßt sich , eine stärkere Hinwendung der sozialen Bewegungen zur Arbeitswelt feststellen. Beispiele sind etwa die durch Gewerkschaften und die Occupy-Bewegung gemeinsam getragene Hafenbesetzung im Rahmen von „Occupy Oakland“ in den USA im Jahr 2011.

In Deutschland ist eine Zunahme von Streiks zu beobachten, begleitet von Solidaritätsaktionen aus dem Spektrum der außerparlamentarischen Linken. Dieses Zusammengehen ist jedoch durchaus nicht neu. So gibt es eine lange gemeinsame Geschichte von politischem Protest und Kämpfen am Arbeitsplatz. In der jüngeren Geschichte stechen hier insbesondere die 1960er und 1970er Jahre hervor, als Tausende von Aktivisten und Aktivistinnen aus der Studenten- und Jugendbewegung von 1968 „ins Proletariat gingen“, wie es damals in Westdeutschland hieß. Angeregt wurde dies durch eine Zunahme der Konflikte am Arbeitsplatz, mit teils ungewohnten Formen, wie „wilden Streiks“ oder Betriebsbesetzungen. In Italien entstand aus diesen Kämpfen die Theorie des Operaismus, und seit einigen Jahren ist der „proletarische Mai“ 1968ff auch zum Gegenstand der historischen Forschung geworden.

Einige Ergebnisse aus Deutschland und Italien sind nun unter dem Titel „Linke Betriebsintervention, wilde Streiks und operaistische Politik 1968-1988“ in einem Schwerpunktheft der Zeitschrift „Arbeit – Bewegung – Geschichte“ zusammengestellt worden. Mit Dietmar Lange und Ralf Hoffrogge haben wir zwei Herausgeber des Heftes eingeladen, um zu diskutieren über Betrieb und Politik, Ursprung und Erbe von Betriebsinterventionen und Operaismus.

 

Veranstalter: Förderverein für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung
Referenten: Ralf Hoffrogge (Historiker), Dietmar Lange (Historiker)
Bestellungen: entweder direkt Bestellung/Abo oder im Buchladen Müßiggang

Lesen gegen Überwachung

Freitag, Oktober 16th, 2015

Lesung und Diskussion
Mi, 28. Oktober 2015 um 20:00 Uhr

Herbstlesung 2015

Bundesweite Lesungen: https://lesen-gegen-ueberwachung.de

Seit Sommer 2013 wissen wir dank Edward Snowden, in welchem Ausmaß unsere Kommunikation und unser Handeln im Netz gespeichert und analysiert werden. Die Systeme zur vollumfänglichen Überwachung und Kontrolle werden derweil weiter ausgebaut. Es liegt in unserer Verantwortung als mündige Gesellschaft, eine Debatte darüber zu führen, wie wir diesem Angriff der Exekutive auf ihre Bürger*innen begegnen wollen.

Wir lesen Texte, die die Hintergründe des Themas beleuchten, geben anschließend Raum für Fragen sowie Diskussion und zeigen Handlungsoptionen auf.

Lokale Veranstalter: Arbeitskreis gegen Vorratsdatenspeicherung Berlin (https://www.vorratsdatenspeicherung.de), Digitalcourage e.V. (https://digitalcourage.de) und #wastun gegen Überwachung (https://wastun.jetzt)

Sozialarbeit und Polizei

Mittwoch, Juli 8th, 2015

Vorstellung der 108. Ausgabe von CILIP/Bürgerrechte & Polizei
Do, 16.7.2015 um 19:30 Uhr

Release-Veranstaltung anläßlich des Erscheinens der 108. Ausgabe der Zeitschrift CILIP/ Bürgerrechte & Polizei

Gerne stellt die Polizei sich als „dein Freund und Helfer“ dar.
Was liegt dann näher, als mit denen zusammen zu arbeiten, deren Beruf ausdrücklich das Helfen ist? Seit dreißig Jahren unternehmen die Polizeien in Deutschland immer wieder neue Versuche, mit SozialarbeiterInnen zu kooperieren. Angeblich, weil man dieselben Ziele bei denselben Adressaten verfolge. Die ständige Aufforderung, zum Partner in Sicherheitsbelangen zu werden, stellt eine Bedrohung sozialarbeiterischen Selbstverständnisses dar. Will die Sozialarbeit nicht als Juniorpartner der Sicherheitsapparate ihre eigene Arbeitsgrundlage gefährden, muss sie sich der Vereinnahmung widersetzen.

In Anlehnung an die aktuelle Ausgabe wird CILIP-Redakteur Norbert Pütter einige Felder polizeilich-sozialarbeiterischer Zusammenarbeit, die daraus resultierenden Gefahren und mögliche Alternativen vorstellen.
Mehr unter: www.cilip.de

Veranstalter: Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP

Lesen gegen Überwachung

Donnerstag, Februar 5th, 2015

Lesung und Diskussion
Di, 10. Februar 2015 um 20:00 Uhr

Unser Beitrag zum Safer-Internet-Day

wir dank Edward Snowden, in welchem Ausmaß unsere Kommunikation und unser Handeln im Netz gespeichert und analysiert werden. Die Systeme zur vollumfänglichen Überwachung und Kontrolle werden derweil weiter ausgebaut. Es liegt in unserer Verantwortungals mündige Gesellschaft, eine Debatte darüber zu führen, wie wir diesem Angriff der Exekutive auf ihre Bürger*innen begegnen wollen.

Wir lesen Texte, die die Hintergründe des Themas beleuchten, geben anschließend Raum für Fragen sowie Diskussion und zeigen Handlungsoptionen auf.

Veranstalter: Arbeitskreis gegen Vorratsdatenspeicherung Berlin und #wastun gegen Überwachung innerhalb der bundesweiten Aktion: https://lesen-gegen-ueberwachung.de/

Werner Scholem – ein Radikaler in der Weimarer Republik

Mittwoch, Januar 7th, 2015

Film, Buchvorstellung und Diskussion
Mi, 14. Januar 2015 um 19:30 Uhr
Referent und Autor: Ralf Hoffrogge (Historiker)

Werner Scholem – eine politische Biographie

Werner Scholem (1895-1940) wird heutzutage meist verbunden mit seinem Bruder Gershom, Benjamin-Herausgeber und Experte zur jüdischen Mystik.
In den 1920ern war jedoch der „große Bruder“ Werner weit prominenter, als KPD-Politiker mischte er im Preußischen Landtag und später im Reichstag die politische Szene auf, seine polemischen Reden waren gefürchtet und berüchtigt. Nicht selten galt seine Politik als bloßer „Radau“, Walter Benjamin nannte ihn gar einen „Lausejungen“. Doch die Provokationen waren nicht inhaltsleer: trotz schriller Töne legte Scholem stets den Finger in die Wunde, brandmarkte die reaktionäre Schulpolitik der Weimarer Republik genauso wie ihre rechtslastige Justiz. Er kritisierte 1922 Arierparagraphen und Antisemitismus bei den Studentenverbindungen, warnte bereits im April 1923 vor einem Putsch Hitlers. Doch er konnte den Rechtsruck der Republik nicht verhindern: 1926 wurde Werner Scholem wegen seiner Opposition gegen Stalin aus der KPD hinausgesäubert, 1933 verhaftet und 1940 im KZ Buchenwald ermordet.

Ralf Hoffrogge, Autor von „Werner Scholem – eine politische Biographie“ (UVK Verlag 2014) stellt sein Buch zur Diskussion und widmet sich besonders dem Widerspruch von Scholems Wirken als Revolutionär in nichtrevolutionärer Zeit.

Die Einleitung bildet der 20-minütige Dokumentarfilm „Von der Utopie zur Gegenrevolution“ von Niels Bolbrinker, der unter anderem ein Interview von Scholems Tochter Renee Goddard aus dem Jahr 2011 enthält.

Starker Staat, schwaches Recht?

Freitag, Oktober 3rd, 2014

Vortrag
Mi, 29.10.2014 um 20:00 Uhr
Referentin: Carolin Philipp (Politikwissenschaftlerin)
Veranstalter: Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP, Release des Heftes 106 Polizei und Krise

Rechtes Krisenmanagement in Griechenland

Rechtsradikale Parteien waren in Griechenland jahrzehntelang eher eine Randerscheinung, was unter anderem daran lag, dass solche Positionen auch in der konservativen Néa Dimokratía (ND) Platz hatten und vertreten wurden.
Schon in den 1990er Jahre nahm die Verbreitung von fremdenfeindlichem und rassistischem Gedankengut rasant zu. Mit der Bankenkrise erstarkten rechtsradikale Geisteshaltungen und Parteien jedoch deutlich.

In ihrem Vortrag beschäftigt sich die in Athen lebende Politikwissenschaftlerin Carolin Philipp mit den Verflechtungen von Staat und unterschiedlichen rechten Kräften und Gruppierungen, mit der Instrumentalisierung rassistischer Diskurse durch die Politik und Verschiebungen in der Gesetzgebung.

EU-Bürger und Hartz4

Sonntag, April 20th, 2014

Inforveranstaltung
Fr, 25.04.2014 um 18:00 Uhr
Referentin: Rechtsanwältin Ulrike Wunderlich

Vortrag über die aktuelle Rechtslage

XXX

Donnerstag, November 7th, 2013

Lesung mit dem Autor Martin Sudermann
Mi, 13.11.2013 um 19:30 Uhr

Ein Atomkraft-Krimi

Oktober 2010. Zwei Tage nach einem von heftigen Auseinandersetzungen begleiteten Atommüll-Transport wird die Leiche eines Demonstranten im Wendland entdeckt. Holger Becker, 54 Jahre alt, soll in einem Bach ertrunken sein. Seine Freunde glauben keine Sekunde an diese Geschichte. Auch der Journalist Thomas Krüdewagen nicht. Nach der Beerdigung seines alten Genossen und Freundes beschließt er, dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Thomas‘ Recherchen erweisen, dass Holger all die Jahre politisch aktiv war und sich mächtige Feinde gemacht hat: BKA, Staatsschutz und nicht zuletzt den Energiekonzern WEAG, der an der Schwarzmeerküste in der Türkei im Auftrag der türkischen Regierung ein Atomkraftwerk plant. Aber die bringen doch niemanden um. Das sind doch irre Verschwörungstheorien.

Martin Sudermann lebt in Köln, ist Autor und Aktivist in der linken Bewegung. XXX ist sein zweiter Krimi, das Debüt »Mordsgeschäfte« mit dem Ermittler Thomas Krüdewagen erschien 2012

Von Grasmöbeln, 1-€-Jobs und Anderem

Samstag, März 2nd, 2013

Buchvorstellung
am Mittwoch, 13.03.2013 um 19 Uhr

Ein Portrait der workstation ideenwerkstatt berlin

Die workstation ist in der Projektelandschaft der Offenen Werkstätten und des Urban Gardening eine frühe Pionierin. Recycling, vielmehr Upcycling, hatten die GründerInnen von Anfang an im Programm. Und bevor der rege Kauf und Tausch losging, war bereits das erste Berliner Projektelastenfahrrad eigenhändig gebaut, damit die Materialien auch umweltfreundlich abtransportiert werden konnten.

Die workstation mischte ebenfalls beim ersten Berliner Stadtpark im BürgerInnen-Park – die Laskerwiese – mit und pflanzte Sitzmöbel im Mauerpark, zwecks »Naturerweiterung, Thematisierung der Bebauungsproblematik, Partizipation«. Und Rosa Rose, berühmter zwangsgeräumter Friedrichshainer Gemeinschaftsgarten, steht auch eng mit der workstation in Verbindung…

Die workstation ist ein Möglichkeitsraum der besonderen Art. Hier soll/kann mensch alles Mögliche selber machen, vor allem aber sich seine eigenen Gedanken. Es geht um den neuen, den eigenen Reim: Wie man eigentlich leben und arbeiten will…

Von Grasmöbeln, 1-€-Jobs und Anderem – ein Portrait der workstation ideenwerkstatt berlin workstation ideenwerkstatt berlin (Hg.)
ISBN 978-3-940865-41-0 I 2012 I 240 Seiten I 16,00 €