Archive for the ‘Veranstaltung’ Category

Diskussion mit Thomas Kuczynski

Dienstag, März 27th, 2018

Offene Diskussion mit Thomas Kuczynski im Rahmen des Bildungskollektivs in der association ★ 14a
Beginn: Mi, 04.04.2018 19 Uhr

Thomas Kuczynski ist Autor des 2017 im VSA Verlag erschienen Buches Karl Marx: Das Kapital Kritik der politischen Ökonomie, Erster Band Buch I: Der Produktionsprozess des Kapitals.

Mit ihm findet in den Räumen der association 14a eine Vorstellung der Entstehungsgeschichte seiner überarbeiteten und neu aufgelegten Ausgabe des Kapitals von Karl Marx statt.

Im offenen Gespräch werden wir uns mit ihm gemeinsam Fragen zu Krise, Kapital, Geld und möglichen Akkumulationszyklen nähern.

Materielle Spuren des nationalsozialististischen Terrors. Zu einer Archäologie der Zeitgeschichte

Dienstag, Januar 9th, 2018

Buchpremiere mit dem Autor Reinhard Bernbeck
Fr, 19. Januar 2018, 20:00 Uhr

Am Nordrand des Tempelhofer Feldes stand das KZ Columbia, welches die Nazis 1938 für den Bau ihres megalomanen Flughafens abrissen. Später errichteten Rüstungsfirmen (u.a. Lufthansa) nahebei große Zwangsarbeitslager. Beide Orte wurden in den Jahren 2012 bis 2014 archäologisch erforscht. Das vorgstellte Buch gibt Einblick in die Ergebnisse dieser und anderer Ausgrabungen von Tatorten der Nazis. Es stellt zugleich die Frage, wie sich die bislang wenig beachtete Evidenz solcher Grabungen auf die Geschichtsschreibung auswirkt.

Reinhard Bernbeck lehrt an der Freien Universität Vorderasiatische Archäologie.

Das Sammellager in der Berliner Synagoge Levetzowstraße 1941/42

Samstag, November 4th, 2017

Buchpremiere
Di, 14. November 2017, 20:00 Uhr
Veranstalter: Berliner VVN-BdA

Eine Veranstaltung der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten im Rahmen der Gedenk-Demonstration zum 9. November in Moabit.

Die Berliner Gestapo richtete im Oktober 1941 in der damals zweitgrößten Synagoge Berlins das Sammellager Levetzowstraße ein. Es diente dem NS-Regime bis Herbst 1942 als temporärer Haftort zur Vorbereitung der Deportation von ca. 20 000 antisemitisch verfolgten Menschen in Ghettos und KZ. Die Studie schildert die Abläufe im Lager, die Leiden der Opfer, ihre Widerstandsstrategien, aber auch die Handlungsräume und Motivationen der Täter. Ein besonderes Augenmerk gilt der Beschreibung und Analyse der Wahrnehmbarkeit der Vorgänge um das Sammellager sowie der Rolle der Berliner Bevölkerung. Das Schlusskapitel befasst sich mit der Nachkriegsgeschichte des Ortes und der gescheiterten justiziellen Aufarbeitung.

Autor: Philipp Dinkelaker, M.A. und freischaffender Künstler, studierte Neuere Geschichte, Alte Geschichte und Philosophie an der Technischen Universität Berlin.

Begrabt mein Herz am Heinrichplatz

Samstag, Juni 10th, 2017

Buchvorstellung
Sa, 17. Juni 2017, 18:00 Uhr

Lesung des subversiven Machwerks in Anwesenheit der wagemutigen Verleger von bahoe books aus Wien

„Eine Reise in 45 Szenen durch die Welt einer untergegangenen Bewegung und erinnerte Bilder an eine sagenumwobene Halbstadt, die es nicht mehr gibt. Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben, so heißt es. Doch jene Bewegung, die im Schatten der besetzten Häuser in Westberlin entstand, hatte eh nie im Sinn, Geschichte zu schreiben. Sie war sich ihrer Vergänglichkeit ebenso bewusst wie ihrem Unvermögen, an den bestehenden Verhältnissen etwas grundsätzliches zu ändern. Niemand glaubte mehr an den Strand unter dem Pflaster, die Züricher Gefährten hatte schon vorgegeben, dass Beton nicht brennt und so wurde Was ist uns geblieben außer zu kämpfen und zu lieben zum Soundtrack der letzten Revolte.“

bahoe books: http://www.bahoebooks.net/

Autor: Sebastian Lotzer

Ausnahme- als Normalzustand

Freitag, April 21st, 2017

Vorstellung der 112. Ausgabe von CILIP/Bürgerrechte & Polizei
Do, 27. April 2017, 20:00 Uhr

Veranstaltung zur Terrorismusbekämpfung und dem „état d’urgence“ in Frankreich

Die Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP widmet ihre aktuelle Ausgabe dem Thema Terrorismusbekämpfung. Für die Veran­staltung haben wir den Politikwissenschaftler Fabien Jobard ein­geladen. Er wird über die Situation in Frankreich berichten, die Geschichte des Ausnahmezustands und seiner Normalisierung, die Folgen der einzelnen Maßnahmen und eine politische Einordnung. Am Ende wollen wir beleuchten, welche Folgen der „état d’urgence“ für die Sicherheitsarchitektur in Deutschland hat.

Mehr unter: www.cilip.de

Veranstalter: Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP

Operaismus: Linke Betriebsintervention, wilde Streiks und operaistische Politik, 1968-1988

Dienstag, April 5th, 2016

Buchvorstellung & Diskussion
Di, 12. April 2016 um 19:30 Uhr

mit der Redaktion von „Arbeit – Bewegung – Geschichte“

Vorstellung der neuesten Ausgabe: Arbeit – Bewegung – Geschichte, Zeitschrift für historische Studien, 15. Jahrgang – Heft 2016/I: Inhalt

Arbeitskämpfe und soziale Bewegungen scheinen wieder zueinander zu finden. Insbesondere in den letzten Jahren wurde global eine deutliche Zunahme von Streiks und Konflikten am Arbeitsplatz festgestellt, die häufig auch in Zusammenhang mit den jüngsten Krisenprotesten gebracht werden. Gleichzeitig läßt sich , eine stärkere Hinwendung der sozialen Bewegungen zur Arbeitswelt feststellen. Beispiele sind etwa die durch Gewerkschaften und die Occupy-Bewegung gemeinsam getragene Hafenbesetzung im Rahmen von „Occupy Oakland“ in den USA im Jahr 2011.

In Deutschland ist eine Zunahme von Streiks zu beobachten, begleitet von Solidaritätsaktionen aus dem Spektrum der außerparlamentarischen Linken. Dieses Zusammengehen ist jedoch durchaus nicht neu. So gibt es eine lange gemeinsame Geschichte von politischem Protest und Kämpfen am Arbeitsplatz. In der jüngeren Geschichte stechen hier insbesondere die 1960er und 1970er Jahre hervor, als Tausende von Aktivisten und Aktivistinnen aus der Studenten- und Jugendbewegung von 1968 „ins Proletariat gingen“, wie es damals in Westdeutschland hieß. Angeregt wurde dies durch eine Zunahme der Konflikte am Arbeitsplatz, mit teils ungewohnten Formen, wie „wilden Streiks“ oder Betriebsbesetzungen. In Italien entstand aus diesen Kämpfen die Theorie des Operaismus, und seit einigen Jahren ist der „proletarische Mai“ 1968ff auch zum Gegenstand der historischen Forschung geworden.

Einige Ergebnisse aus Deutschland und Italien sind nun unter dem Titel „Linke Betriebsintervention, wilde Streiks und operaistische Politik 1968-1988“ in einem Schwerpunktheft der Zeitschrift „Arbeit – Bewegung – Geschichte“ zusammengestellt worden. Mit Dietmar Lange und Ralf Hoffrogge haben wir zwei Herausgeber des Heftes eingeladen, um zu diskutieren über Betrieb und Politik, Ursprung und Erbe von Betriebsinterventionen und Operaismus.

 

Veranstalter: Förderverein für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung
Referenten: Ralf Hoffrogge (Historiker), Dietmar Lange (Historiker)
Bestellungen: entweder direkt Bestellung/Abo oder im Buchladen Müßiggang

Lesen gegen Überwachung

Freitag, Oktober 16th, 2015

Lesung und Diskussion
Mi, 28. Oktober 2015 um 20:00 Uhr

Herbstlesung 2015

Bundesweite Lesungen: https://lesen-gegen-ueberwachung.de

Seit Sommer 2013 wissen wir dank Edward Snowden, in welchem Ausmaß unsere Kommunikation und unser Handeln im Netz gespeichert und analysiert werden. Die Systeme zur vollumfänglichen Überwachung und Kontrolle werden derweil weiter ausgebaut. Es liegt in unserer Verantwortung als mündige Gesellschaft, eine Debatte darüber zu führen, wie wir diesem Angriff der Exekutive auf ihre Bürger*innen begegnen wollen.

Wir lesen Texte, die die Hintergründe des Themas beleuchten, geben anschließend Raum für Fragen sowie Diskussion und zeigen Handlungsoptionen auf.

Lokale Veranstalter: Arbeitskreis gegen Vorratsdatenspeicherung Berlin (https://www.vorratsdatenspeicherung.de), Digitalcourage e.V. (https://digitalcourage.de) und #wastun gegen Überwachung (https://wastun.jetzt)

Sozialarbeit und Polizei

Mittwoch, Juli 8th, 2015

Vorstellung der 108. Ausgabe von CILIP/Bürgerrechte & Polizei
Do, 16.7.2015 um 19:30 Uhr

Release-Veranstaltung anläßlich des Erscheinens der 108. Ausgabe der Zeitschrift CILIP/ Bürgerrechte & Polizei

Gerne stellt die Polizei sich als „dein Freund und Helfer“ dar.
Was liegt dann näher, als mit denen zusammen zu arbeiten, deren Beruf ausdrücklich das Helfen ist? Seit dreißig Jahren unternehmen die Polizeien in Deutschland immer wieder neue Versuche, mit SozialarbeiterInnen zu kooperieren. Angeblich, weil man dieselben Ziele bei denselben Adressaten verfolge. Die ständige Aufforderung, zum Partner in Sicherheitsbelangen zu werden, stellt eine Bedrohung sozialarbeiterischen Selbstverständnisses dar. Will die Sozialarbeit nicht als Juniorpartner der Sicherheitsapparate ihre eigene Arbeitsgrundlage gefährden, muss sie sich der Vereinnahmung widersetzen.

In Anlehnung an die aktuelle Ausgabe wird CILIP-Redakteur Norbert Pütter einige Felder polizeilich-sozialarbeiterischer Zusammenarbeit, die daraus resultierenden Gefahren und mögliche Alternativen vorstellen.
Mehr unter: www.cilip.de

Veranstalter: Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP

Lesen gegen Überwachung

Donnerstag, Februar 5th, 2015

Lesung und Diskussion
Di, 10. Februar 2015 um 20:00 Uhr

Unser Beitrag zum Safer-Internet-Day

wir dank Edward Snowden, in welchem Ausmaß unsere Kommunikation und unser Handeln im Netz gespeichert und analysiert werden. Die Systeme zur vollumfänglichen Überwachung und Kontrolle werden derweil weiter ausgebaut. Es liegt in unserer Verantwortungals mündige Gesellschaft, eine Debatte darüber zu führen, wie wir diesem Angriff der Exekutive auf ihre Bürger*innen begegnen wollen.

Wir lesen Texte, die die Hintergründe des Themas beleuchten, geben anschließend Raum für Fragen sowie Diskussion und zeigen Handlungsoptionen auf.

Veranstalter: Arbeitskreis gegen Vorratsdatenspeicherung Berlin und #wastun gegen Überwachung innerhalb der bundesweiten Aktion: https://lesen-gegen-ueberwachung.de/

Werner Scholem – ein Radikaler in der Weimarer Republik

Mittwoch, Januar 7th, 2015

Film, Buchvorstellung und Diskussion
Mi, 14. Januar 2015 um 19:30 Uhr
Referent und Autor: Ralf Hoffrogge (Historiker)

Werner Scholem – eine politische Biographie

Werner Scholem (1895-1940) wird heutzutage meist verbunden mit seinem Bruder Gershom, Benjamin-Herausgeber und Experte zur jüdischen Mystik.
In den 1920ern war jedoch der „große Bruder“ Werner weit prominenter, als KPD-Politiker mischte er im Preußischen Landtag und später im Reichstag die politische Szene auf, seine polemischen Reden waren gefürchtet und berüchtigt. Nicht selten galt seine Politik als bloßer „Radau“, Walter Benjamin nannte ihn gar einen „Lausejungen“. Doch die Provokationen waren nicht inhaltsleer: trotz schriller Töne legte Scholem stets den Finger in die Wunde, brandmarkte die reaktionäre Schulpolitik der Weimarer Republik genauso wie ihre rechtslastige Justiz. Er kritisierte 1922 Arierparagraphen und Antisemitismus bei den Studentenverbindungen, warnte bereits im April 1923 vor einem Putsch Hitlers. Doch er konnte den Rechtsruck der Republik nicht verhindern: 1926 wurde Werner Scholem wegen seiner Opposition gegen Stalin aus der KPD hinausgesäubert, 1933 verhaftet und 1940 im KZ Buchenwald ermordet.

Ralf Hoffrogge, Autor von „Werner Scholem – eine politische Biographie“ (UVK Verlag 2014) stellt sein Buch zur Diskussion und widmet sich besonders dem Widerspruch von Scholems Wirken als Revolutionär in nichtrevolutionärer Zeit.

Die Einleitung bildet der 20-minütige Dokumentarfilm „Von der Utopie zur Gegenrevolution“ von Niels Bolbrinker, der unter anderem ein Interview von Scholems Tochter Renee Goddard aus dem Jahr 2011 enthält.