Von Grasmöbeln, 1-€-Jobs und Anderem

Buchvorstellung
am Mittwoch, 13.03.2013 um 19 Uhr

Ein Portrait der workstation ideenwerkstatt berlin

Die workstation ist in der Projektelandschaft der Offenen Werkstätten und des Urban Gardening eine frühe Pionierin. Recycling, vielmehr Upcycling, hatten die GründerInnen von Anfang an im Programm. Und bevor der rege Kauf und Tausch losging, war bereits das erste Berliner Projektelastenfahrrad eigenhändig gebaut, damit die Materialien auch umweltfreundlich abtransportiert werden konnten.

Die workstation mischte ebenfalls beim ersten Berliner Stadtpark im BürgerInnen-Park – die Laskerwiese – mit und pflanzte Sitzmöbel im Mauerpark, zwecks »Naturerweiterung, Thematisierung der Bebauungsproblematik, Partizipation«. Und Rosa Rose, berühmter zwangsgeräumter Friedrichshainer Gemeinschaftsgarten, steht auch eng mit der workstation in Verbindung…

Die workstation ist ein Möglichkeitsraum der besonderen Art. Hier soll/kann mensch alles Mögliche selber machen, vor allem aber sich seine eigenen Gedanken. Es geht um den neuen, den eigenen Reim: Wie man eigentlich leben und arbeiten will…

Von Grasmöbeln, 1-€-Jobs und Anderem – ein Portrait der workstation ideenwerkstatt berlin workstation ideenwerkstatt berlin (Hg.)
ISBN 978-3-940865-41-0 I 2012 I 240 Seiten I 16,00 €

Soliabend

Freitag, den 25.1. ab 20.00 Uhr
in der Meuterei, Reichenberger 58.

Solicockails für die association ★ 14a

Liebe Freundinnen und Freunde,

die Mietzahlungen sitzen uns im Nacken. Deswegen, und natürlich weil wir uns darauf freuen, einen netten Abend mit euch zu verbringen, laden wir zum Solitresen. Für feste und flüssige Gaumenreize ist gesorgt.

Kommt zahlreich und durstig.

Gerne lassen wir uns am Tresen von euch in Gespräche darüber verwickeln, was bei uns nach längeren Diskussionen und Umstrukturierungen so los ist und wie wir uns die Zukunft des Ladens vorstellen.

Bis dann

SUBVERSION & ABGRUND

am Freitag, 25.01.2013 um 19 Uhr
im Spor Klübü
Freienwalder Str. 31, 13359 Berlin-Wedding

Ausstellungseröffnung

Eine Ausstellung der Künstlergruppe BEWEGUNG NURR (Alekos Hofstetter/ Christian Steuer/ Florian Göpfert) mit Werken und Beiträgen von:

Boris Abel, Michelle Alperin, bankleer, Rainer Bellenbaum, Tina Born, Lukas Feireiss, Peter Funken & Andreas A. Koch, Jörn Gerstenberg, Frauke Hehl, R.J.Kirsch Andreas Koch (mit A. Schimanski und A. Middendorf), Ins A Kromminga, Käthe Kruse, Esther Horn, Joe Neave, Jens Meinrenken, Robert Sokol, Sabeth Buchmann, Tanja Vonseelen, Christine Weber und Daniel H. Wild.

Es gibt im heutigen System keine echte Subversion. Im Gegenteil: jegliche Form der Subversion wird vereinnahmt (neudeutsch: kooptiert) und ihrer Kraft enthebelt. Dies gilt insbesondere für die Ansprüche der Kunst. Daß man deshalb durch Unterwanderung nur bestätigt, ist daher völlig klar und keine besonders hilfreiche Beobachtung. Subversion ist dementsprechend kein positiver Begriff oder eine effektive Gegenbewegung, sondern eine naive und illusorische Erwartungshaltung, die wenig bewirken kann.
Ein interessanter Lösungsansatz für diese Unwirksamkeit von Subversion liegt daher in ihrem Gegenteil, nämlich in der Affirmation. Kann man ein System dadurch unterwandern, in dem man es völlig bestätigt? Ist die wahre Subversion nicht diejenige, die ein System ausdrücklich aufrecht erhält und es konsequent auf seine Spitze treibt? Es daher „aufhebt“ im doppelten Sinne? Diese Überlegung gibt dem Prinzip Subversion eine ironische Utopie zurück: nur durch eine vollendete Bestätigung kann das System seiner Macht beraubt werden, obschon auch diese Umkehrung genauso naiv wie der Glaube an eine subversive Kraft ist. Und dennoch persifliert dieser Glaube die Hoffnung auf eine Unterwanderung und gibt dadurch dem affirmativen Handeln im System eine Bedeutung zurück, die der Dekonstruktivismus uns ja allenthalben versprochen hatte, während er gleichzeitig auf einen alten Denkansatz im dialektischen Materialismus zurückgreift. (Wir warten allerdings immer noch auf die Erlösung.)
Wir sind also nach wie vor mit der Frage beschäftigt, was im Wirklichen den Platz für das Mögliche freihält. Es ist ein bekanntes Problem. Genauso könnte ja ein Spießer behaupten, er unterwandere den Kapitalismus von innen heraus, indem er subversiv Porsche fährt. Diese Eckpunkte weisen auf das hin, was die BEWEGUNG NURR uns ausrichten möchte: es sei Aberglaube, daß auch diejenigen, die es sich im System gemütlich gemacht haben, zu seinem Untergang beitragen werden. (Daniel H. Wild, 2013)

http://www.nurr.net/

Podiumsdiskussion zum Thema „Subversion und Kunst“
Samstag, 2.2.2013 um 19 Uhr
Teilnehmer: Julia Lazarus, Kerstin Karge, Jens Meinrenken, Andreas Koch, Moderation: Peter Funken

Live-Performance am Samstag, 2.2.2013 um 21 Uhr
BURQADIZCOMASCHINE
Chris Dreier, D. Holland-Moritz, Ursula Döbereiner
feat. Dancemaschines
http://www.myspace.com/burqamachines

Spor Klübü
Freienwalder Str.31
13359 Berlin
Öffnungszeiten: Samstag, 26.01. und Sonntag, 27.01.2013 von 14:00 -17:00
Vom 28.01. bis 02.02. nach Terminvereinbarung per Mail: moju@momagic.de

Betriebskostenabrechnung

Informationsveranstaltung
mit Ewa Gill von der Berliner Mietergemeinschaft
Di, 08.01.2013 um 19 Uhr

Alle Jahre wieder flattert die Betriebskostenabrechnung in’s Haus.

Häufig ist sie reichlich kompliziert, oft führt sie zu Nachzahlungen und fast immer erzeugt sie Beratungsbedarf.
In Zusammenarbeit mit dem Ladenprojekt 14a lädt daher die Berliner Mietergemeinschaft zu einer Informationsveranstaltung über Betriebskosten ein.
Es wird eine Rechtsanwältin für die notwendigen Informationen und Auskünfte sorgen.

Genossenschaften und soziale Bewegungen

Veranstaltung mit dem Biocollective aus Berlin
Di, 30.10.2012 um 19:30 Uhr

am Beispiel des Biocollective in Griechenland

Nach einer Einführung zur Situation in Griechenland und zu verschiedenen Selbsthilfe- Ansätzen wird als ein Beispiel das Biocollective auf Kreta vorgestellt. Es organisiert wirtschaftliche Selbsthilfe und gesellschaftliche Solidarität, indem die Mitglieder auf brachliegenden Olivenhainen ernten, und damit sowohl selbst Geld verdienen, als auch zum Beispiel Streikende unterstützen.

Veranstaltet wird der Abend vom NETZ für Selbstverwaltung und Kooperation Berlin-Brandenburg e.V, in Kooperation mit CONTRASTE – Monatszeitung für Selbstorganisation, Redaktion Berlin, Netzwerk Selbsthilfe und ZdK – Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften.

Weitere Termine der „Veranstaltungsreihe zum Internationalen Jahr der Genossenschaften 2012″ .

9 8 4 1

HELLERAU – EUROPÄISCHES ZENTRUM DER KÜNSTE DRESDEN
Karl-Liebknecht-Strasse 56
01109 Dresden
www.hellerau.org

Temporäres Denkmal für Johann „Rukeli“ Trollmann
Deutscher Meister im Halbschwergewicht, 1933
20.10.- 16.12.2012

Ein Werk der Künstlergruppe BEWEGUNG NURR in Kooperation mit workstation Ideenwerkstatt Berlin e.V.

Einweihung des Denkmals am Freitag, dem 19. Oktober 2012 um 18 Uhr durch Rita Vowe und Manuel Trollmann (Tochter und Großneffe Johann Trollmanns).

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (Dr. Tanja Vonseelen/ Hrsg.) mit Textbeiträgen von Dr. Silvio Peritore, Dr. Roger Repplinger und Sophia Schmitz. Katalog Online Download unter trollmann.info

Die BEWEGUNG NURR (Alekos Hofstetter/Christian Steuer/Florian Göpfert) wollen mit ihrer Installation bestehend aus einem stählernen Boxring mit Betonoberfäche ein temporäres Denkmal für einen außergewöhnlichen sinto-deutschen Boxer schaffen, dem aufgrund seiner ethnischen Wurzeln im Nationalsozialismus Erfolg und sozialer Aufstieg versagt blieben. Entrechtet und ausgegrenzt, verlor Johann Trollmann schrittweise seine Existenzgrundlage, wurde 1942 im KZ Neuengamme inhaftiert und 1944 im KZ Wittenberge ermordet.

Die über eine Ringecke abgesenkte Boxringskulptur 9841 – der Titel greift die Häftlingsnummer Trollmanns aus dem KZ Neuengamme auf – übersetzt in originaler Größe die soziale und politische Gefährdung, die Trollmanns Leben beherrschte, in ein dreidimensionales Objekt. Die schräge Ebene des Boxrings garantiert keinen Halt mehr, so wie die brutale Diffamierung „nicht-arischer“ Menschen im Dritten Reiches Trollmann sukzessive in den Abgrund von Rechtlosigkeit und Verfolgung zog. Er verlor nicht nur seinen rechtmäßigen Anspruch auf den sportlichen Titel des deutschen Meisters im Halbschwergewicht, sondern auch – und mit ihm viele „nicht-arische“ Sportler – sein Leben.

Erst im Jahr 2004 wurde Trollmann posthum der Titel des Deutschen Meisters im Halbschwergewicht vom Berufsverband Deutscher Boxer wieder zuerkannt, seine Heimatstadt Hannover benannte bisher nur einen Fußgängerweg nach ihm. Mit der Skulptur 9841 soll das Schicksal Trollmanns wieder in den öffentlichen Fokus gerückt werden.

http://www.nurr.net/

Massenstreik und Schießbefehl

Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autor Dietmar Lange
Mi, 17.10.2012 um 19:30 Uhr

Generalstreik und Märzkämpfe in Berlin 1919

In der historischen Erinnerung an die Revolutions- und Nachkriegsgeschichte 1918/19 in Berlin sind zumeist nur die Ereignisse aus den Novembertagen 1918 und der sogenannte „Spartakusaufstand“ vom Januar 1919 präsent. Steht das Erste für den Sturz der Monarchie, so das Zweite für das Scheitern der sozialistischen Revolution in Deutschland und die Ermordung ihrer beiden prominentesten Vertreter, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

Jedoch kam es nur kurze Zeit später, im März 1919, zu einem Generalstreik in der deutschen Hauptstadt, in dessen Zuge sowohl die sozialrevolutionären Bestrebungen als auch die militärische Gegenrevolution erst ihren Höhepunkt erreichten. Eingebettet in einer landesweiten Streikwelle versuchten die im November entstandenen Arbeiterräte die Ausweitung ihres Einflusses in den Betrieben und Verwaltungen sowie die Einleitung der Sozialisierung gegen die gleichzeitig in Weimar tagende Nationalversammlung durchzusetzen. Die Reaktion bestand im bis dahin größten militärischen Einsatz in Berlin, der in einem ungeheuren Blutbad in den Arbeitervierteln der Stadt endete, welches selbst noch die Kämpfe im Januar in den Schatten stellte.

Der Autor Dietmar Lange wird zusammen mit dem Förderverein für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung sein Buch vorstellen und auf die Geschichte der sozialen Massenbewegung nach dem 1. Weltkrieg in Berlin eingehen.

a.r.a.p. in der Presse

Am 17.07.2012 erschien in der taz ein Artikel über die Antirepressionsgruppe a.r.a.p. – against repression against prison. Die Gruppe ist seit August 2010 Teil der association ★ 14a

Den Artikel gibt es hier zum download: als PDF.

a.r.a.p. – für eine Gesellschaft ohne Knäste

Beratung und direkte Unterstützung für Frauen, Lesben und Trans*, die im Gefängnis sitzen.

Die Gruppe against repression against prison (a.r.a.p.) berät und unterstützt Menschen während und nach dem Gefängnisaufenthalt. Auch FreundInnen und Verwandte können die Unterstützung der a.r.a.p. in Anspruch nehmen. Seit 2003 informiert die Gruppe über Gefängnisse und ihre gesellschaftliche Bedeutung, ab dem Jahr 2010 hat sie ihre Arbeit auf direkte Unterstützung für Menschen in Gefängnissen ausgeweitet und ein feministisches Beratungsbüro für Frauen, Lesben Trans* eröffnet – mit dem Schwerpunkt „Hilfe nach dem Knast“.

Die Arbeit der a.r.a.p orientiert sich an den Alltagssorgen der InsassInnen: Die Frauen brauchen im Gefängnis oft Unterstützung beim Durchsetzen einfachster Rechte, die durch den Gefängnisalltag und seine Strukturen außer Kraft gesetzt sind: Nora, ein Gründungsmitglied von a.r.a.p., berichtet, dass momentan in Gefängnissen bei Frauen häufig das Borderline- Syndrom oder Bipolarität diagnostiziert wird. Eine therapeutische Behandlung würde ihnen aber immer wieder erschwert, indem ihnen die nötige Ausgangszeit aus dem geschlossenen Vollzug für den Besuch in der Therapiestelle nicht gewährt würde. Stattdessen würden sie oft mit Medikamenten behandelt, deren Nebenwirkungen die Arbeitsfähigkeit der InsassInnen einschränken würden.

Doch selbst wenn die Frauen und Trans* Gefängnisarbeit leisten könnten, würden sie nicht viel verdienen: Bei achtstündiger Arbeit würden sie einen Tagessatz von 7,80 Euro bis 11,94 Euro erhalten, müssten davon aber Gebrauchsgüter zu völlig überhöhten Preisen kaufen. Im Gefängnis würden, Nora zufolge, 140 Gramm Tabak 18,95 statt 16,95 Euro kosten, Süßstofftabletten sogar bis zu 5 Euro statt der üblichen 99 Cent. Sie berichtet, dass die Frauen bis vor Kurzem kein Parfum beziehen konnten, weil es Alkohol enthält, der im Gefängnis verboten ist. Mittlerweile ist der Besitz von 100 ml Parfum erlaubt, weil „die Gefängnisleitungen wohl gemerkt haben, dass nicht so viele Frauen ihr Parfum trinken wollen“, erklärt Nora mit einem kleinen Lachen.

Es gibt auch Gefangene, die die Arbeit im Gefängnis als eine Form von Zwangsarbeit ablehnen. In einem Fall habe ein Insasse sich geweigert, an den Arbeitsmaßnahmen teilzunehmen. Seine eigene schmutzige Wäsche habe er ebenfalls nicht im Gefängnis waschen lassen wollen, um die dortige Arbeit zu boykottieren. In diesem Fall tauschte die a.r.a.p. alle zwei Wochen seine gebrauchte Wäsche gegen saubere aus. Aber auch nach der Haftzeit nehmen die Probleme kein Ende: Nora erklärt, dass die ehemaligen InsassInnen oft bei der Wohnungs- und Arbeitssuche Diskriminierungen erleben und gegenüber MitbewerberInnen benachteiligt werden. Bei all diesen Problemen hilft die a.r.a.p. den Menschen mit sozialer oder juristischer Beratung weiter. Mehrere AnwältInnen arbeiten ehrenamtlich oder gegen Prozesskostenhilfe mit der a.r.a.p. zusammen und unterstützen die InsassInnen in allen Bereichen der Antragsstellung von Therapiezulassungen bis zur Haftminderung. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von a.r.a.p. Liegt bei der Unterstützung von Trans*. Momentan sind 30 Trans* in deutschen Gefängnissen untergebracht. Ihre Haftbedingungen sind besonders schwierig, weil ihre MitinsassInnen sie häufig diskriminieren. Zum Schutz vor Anfeindungen müssen sie ihre Haftzeit meistens in Isolation absitzen, wodurch die Haftbedingungen unnötig verschärft werden. Nora berichtet auch von einem Transmann, der seine achtmonatige Haftzeit zwangsweise in der Krankenabteilung verbrachte, weil die Gefängnisleitung annahm, dass er hier sicherer wäre. Um queeren Menschen den Aufenthalt im Gefängnis zu erleichtern und über die speziellen Probleme dort zu informieren, hat die a.r.a.p einen „Antirepressionsratgeber für Queers“ veröffentlicht.

Die a.r.a.p. arbeitet mit anderen Antirepressionsgruppen zusammen, unter anderem mit der Gruppe Kiralina, die ähnlich wie die a.r.a.p. Menschen in Gefängnissen unterstützt. Kirilana hat sich darauf spezialisiert, die Verschickung der drei pro Jahr erlaubten Paketsendungen zu organisieren. Mit den Paketen, die zu Ostern, Weihnachten und einem frei gewählten Zeitpunkt verschickt werden können, erhalten die InsassInnen Waren, die im Gefängnis zu teuer oder nicht erhältlich sind. Durch die Arbeit von Kiralina erhält die a.r.a.p. immer wieder Informationen über InsassInnen, die nicht durch FreundInnen oder Verwandte unterstützt werden und deshalb um Besuch oder Briefkontakt bitten.
Wer gerne selbst Menschen in Gefängnissen unterstützen möchte, kann ihnen Briefe schreiben, sie im Gefängnis besuchen oder ihnen auch Geld zusenden. Die a.r.a.p. hat auf ihrer Webseite Merkblätter mit wichtigen Informationen dazu veröffentlicht.

ZOÉ SONA

a.r.a.p.
Die Gruppe against repression against prison (a.r.a.p.) berät und unterstützt Menschen während und nach dem Gefängnisaufenthalt.

■ Im Netz
arapberlin.wordpress.com

■ Feministisches Beratungsbüro
c/o Secondhand-Buchladen Müßiggang (Treppe hoch)
Oranienstraße 14a

association ★ 14a in der Presse

Heute erschien ein kurzer Artikel über das Ladenprojekt in der Printausgabe der taz.

Kompletter Artikel auch Online: [hier] oder als [PDF]

Das Sozialprojekt „14a“

Am Heinrichplatz haben sich verschiedene soziale Projekte als Kollektiv organisiert, um Menschen in Not zu beraten oder einfach nur gute Tipps für den Behördendschungel zu geben
[…]

Darüber hinaus steht auch eine Infrastruktur zur Unterstützung von Selbstorganisierungsprozessen bereit.

[…] Die Räume gehören der Genossenschaft Luisenstadt. In einem Bewerbungsverfahren gab die Genossenschaft dem Kollektiv den Vortritt vor anderen kommerziellen Nutzungen. Schaut man sich den Rest des Heinrichplatzes an, würde man sich wünschen, dass manch anderer Hauseigentümer ein ähnlich soziales Bewusstsein hätte. […]

[…] Wer das Projekt unterstützen oder mitmachen will, kann das auf vielerlei Weise tun. Abgesehen davon, dass sich das Kollektiv über Spenden freut, stellt es seine Räume für Gruppen und Initiativen aus Berlin bereit. […]

… und natürlich stehen die Räume auch Gruppen und Initiativen zur Verfügung, die nicht aus Berlin kommen ;)

EFA-Vorbehalt ¦ ECMSA

Infoveranstaltung
Donnerstag 24.5. 19.30
english below …

Infoveranstaltung zum EFA-Vorbehalt / Discussion on the suspension of the ECMSA

Solidarität statt Ausgrenzung!

Die Bundesregierung hat das Europäische Fürsorgeabkommen (EFA) ausgesetzt – mit gravierenden Konsequenzen für in Deutschland lebende EU-Bürger, die ALG II-Leistungen beziehen. Diese erhalten seit März ablehnende Hartz IV-Bescheide bzw. bestehende Bescheide werden aufgehoben. Betroffen sind in Berlin ca. 10.000 Leute. In mehreren Entscheidungen der Berliner Sozialgerichte wurde dieser Praxis zumindest einstweilig ein Riegel vorgeschoben. Dennoch verschicken die Jobcenter – zum Teil völlig willkürlich – weiterhin Negativbescheide.

Der Vorbehalt gegen das EFA ist Teil der Reaktion der Bundesregierung auf die Krisenerscheinungen der letzten Jahre. Aus Sorge vor „Einwanderung in die Sozialsysteme“ werden diese präventiv dicht gemacht. Krisengewinner Deutschland kündigt einseitig die europäische Solidarität. Während hierzulande vom „Jobwunder“ und von den höchsten Steuereinnahmen aller Zeiten die Rede ist, sollen die Leute in den von der Krise am stärksten betroffenen Staaten sehen wo sie bleiben. Wir sagen: Solidarität statt Ausgrenzung!

Die Infoveranstaltung liefert aus anwaltlicher Sicht einen Überblick über den Stand des juristischen Kampfes gegen die ausgrenzende Politik der Jobcenter und der Bundesregierung. Zudem wird der Stand der Kampagne gegen den EFA-Vorbehalt vorgestellt; Betroffene kommen zu Wort und haben die Möglichkeit, Beistand zu finden.

Eine Veranstaltung der Sozialberatung am Heinrichplatz (14a.blogsport.de) in Zusammenarbeit mit efainfo.blogsport.de.

Discussion
Thursday, May 24th, 19.30

Solidarity, not exclusion!

The german government has suspended the „European Convention on Medical and Social Assistance (ECMSA, German: „Europäisches Fürsorgeabkommen, EFA) – with grave consequences for EU citizens who live in Germany and receive ALG II-benefits. Since March they receive negative decisions on their Hartz IV-applications and ongoing payments are cancelled
respectively. This affects about 10.000 people in Berlin. Several rulings from Berlin social courts have banned these practices by the
Jobcenters. Still the Jobcenters make negative decisions, partially arbitrarily.

The suspension of the ECMSA is part of the federal government’s reaction to the economic crisis of the last years. The social systems are pre-emptively closed because of fear of immigration. Germany as the big winner of the crisis is hereby suspending European solidarity. While in this country politicians talk about a „job miracle“ and about the highest tax revenues ever, people in the states most affected by the crises can look out for themselves. We say: Solidarity, not exclusion!

The discussion will center on the current state of the judicial proceedings against the politics of exclusion by the federal government that is enforced by the jobcenters. Also the campaign against the reservation against the ECMSA will be presented; affected people will have their say and the possibility to find help. Discussion will be in German but we can organize silent translations to English.

The discussion is organized by the helpdesk on Heinrichplatz in cooperation with efainfo.blogsport.de.


About

Hinweise auf Veranstaltungen in den Räumen der association ★ 14a

Kontakt

association ★ 14a
Oranienstr. 14a
10999 Berlin
Karte | Map
Mail: info@association14a.org
Web: http://association14a.org

Offenes Plenum

immer am ersten Montag im Monat um 19 Uhr:
Wenn Ihr Räume für einmalige oder regelmäßige Veranstaltungen, bzw. Treffen sucht, kommt am besten zum offenen Plenum. Auch sonstige Belange rund um das aktuelle Geschehen können hier diskutiert werden – sofern es die anwesenden Gruppen betrifft.

Sozialberatung

Mittwoch 16 – 19 Uhr
mit Anwältin für Sozialrecht.